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Verein GEDENKDIENST



Willkommen

GEDENKDIENST ist eine politisch unabhängige, überkonfessionelle Organisation, die sich mit den Ursachen und Folgen des Nationalsozialismus und seiner Verbrechen auseinander setzt. Seit 1992 entsenden wir Freiwillige in Länder, in denen die Nazis und ihre Helfer_innen Verbrechen begingen, oder in denen Überlebende der Mordmaschinerie heute leben.

 

Die Gedenkdienstleistenden betreuen während ihres einjährigen Dienstes Jugendliche, pflegen alte Menschen oder arbeiten in Archiven und Museen. Männern wird ihr Einsatz von der Republik Österreich als Zivilersatzdienst weitestgehend finanziert, Frauen wird der Dienst aus Mitteln des Geschwister-Mezei-Fonds gefördert.

 

  

 

 


Aktuelles

 

 

 

 


Verein GEDENKDIENST unterstützt Bestrebungen zu eigener gesetzlicher Basis für Auslandsdienste

Utl.: Langjährige Hürden endlich beseitigen!

 

Wien, 27.06.2013 - Der Verein GEDENKDIENST ist seit 1992 gesetzlich anerkannte Trägerorganisation für Zivilersatzdienst. Er verfügt über 21 Jahre Erfahrung in der Abwicklung von Zivilersatzdiensten ('Auslandsdienst'). In den vergangenen Jahren unternahm er oftmals Schritte, um Reformen anzustoßen. Der jetzt eingeleitete Reformprozess ist erfreulich und lange überfällig.

 

Der Verein GEDENKDIENST hat sich lange darum bemüht, Frauen die Chance zu geben zu gleichen Konditionen wie Männer Gedenkdienst zu leisten. Dass dies nun endlich umgesetzt werden soll, ist hocherfreulich.

Der Verein GEDENKDIENST richtete 2007 den Geschwister-Mezei-Fonds ein, um durch Spenden jedes Jahr zumindest zwei bis drei Frauen Gedenkdienst zu ermöglichen. Zwischen 2008 und 2012 gelang dies, wegen des Ausbleibens von Unterstützungen wurde die Entsendung von Frauen für den ehrenamtlich arbeitenden Verein unmöglich.

 

"Wir haben uns über viele Jahre hinweg um eine rechtliche und finanzielle Absicherung und Gleichstellung von Frauen bei Gedenkdienst bemüht. Die Bürgerinnen-Initiative 'Gedenkdienst für Frauen', die wir 2011 ins Leben gerufen haben, war ein wichtiger Schritt. Wir freuen uns, dass die Forderungen jetzt umgesetzt werden sollen", so Adalbert Wagner, Obmann des Vereins GEDENKDIENST. Wagner weiter: "Mit dem Freiwilligengesetz konnten wir 2012 ein Etappenziel erreichen, da damit die rechtliche Basis für Frauen außerhalb des Zivildienstgesetzes geschaffen wurde. Doch es gab keine Förderzusagen oder finanzielle Mittel dafür. Wir fordern, dass es nicht nur frischen Wind in die Diskussion, sondern endlich zufriedenstellende Lösungen gibt. Es dauert schon viel zu lange!"

 

Der Stellenwert des Zivilersatzdienstes wird mittlerweile nicht mehr nur an den im Ausland erlangten Kooperation und Projekten gemessen, sondern erfreulicherweise auch am Mehrwert für die österreichische Gesellschaft. Zudem nehmen die Trägerorganisationen wichtige jugend- und bildungspolitische Funktionen wahr. Das zeigt, dass Zivilersatzdienste, wie der Gedenkdienst, nicht nur außen- oder innenpolitischen Interesse liegen, sondern eine Schnittmenge an Bereichen umfassen. In diesem Sinn sollte als neue ministerielle Heimat das Bundeskanzleramt ins Auge gefasst werden.

 

Das angedachte Reformvorhaben muss weitere, langjährig bestehende, Problemfelder beseitigen. "Unsere Gedenkdienstleistenden liegen mit den staatlichen 'Förderungen' um etwa 200 Euro unter der Armutsgrenze! Das ist ein Skandal, denn junge Menschen werden ausgebeutet erinnerungspolitische Arbeit, beispielsweise in Auschwitz oder Yad Vashem, zu leisten!", kritisiert Wagner und setzt fort: "Wir fordern eine finanzielle Absicherung für diese mutigen Menschen. Und es muss ein Ende haben, dass das Geschlecht oder das Einkommen der Familie darüber entscheidet, wer die Chance bekommt, Auslandsdienst zu leisten!"

 

Der Verein GEDENDIENST begrüßt die überfälligen Reformvorhaben und erwartet die Einbindung der Trägerorganisationen in die nächsten Schritte.

"Wir sind zur konstruktiven Zusammenarbeit bereit!", so Wagner abschließend.

 

 

 

Rückfragenhinweise: Adalbert Wagner, 0650/9124082

www.gedenkdienst.at