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Ausgabe 1/98


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Einsatzstellen

Ukraine

 

Seit Sommer 1997 arbeiten zwei Gedenkdienstleistende am Zentralrat der Juden in der Ukraine. Ihre momentane Aufgabe besteht dann, deutschsprachige Dokumente in den Kiever Archiven, die den Holocaust betreffen, ins Russische zu übersetzen und ein Projekt zur langfristigen Zusammenarbeit zwischen dem Jüdischen Rat und dem Gedenkdienst zu entwickeln. Weiters versuchen sie testzu­stellen, ob bereits Übersetzungen existieren, und beschäfti­gen sich anhand von russischsprachigem Archivmaterial, insbesondere Übersetzungen aus dem Deutschen, mit den grundsätzlichen Schwierigkeiten der Übersetzung des nationalsozialistischen Jargons ins Russische. Kurt Leutgeb und Gerhard Moßhammer: Tel/Fax: +380-44-2959604

 

Ungarn

 

Die im Jahr 1990 von einer Bürgerinitiative gegründete Ungarische Auschwitz Stiftung in Budapest kümmert sich um die wissenschaftliche Aufbereitung der Zeugnisse der verschiedenen Verfolgungen, die in Ungarn zwischen den Jahren 1938 und 1945 stattgefunden haben. Außerdem beschäftigt sich die Auschwitz Stiftung mit der Erschließung der Dokumentation über den militäri­schen Arbeitsdienst und die Deportationen vor der Zeit der kommunistischen Machtübernahme. Der Gedenkdienstleistende ist in Budapest mit der elek­tronischen Erfassung von Dokumenten in der Bibliothek (inklusive der bereits vorhandenen Dokumente) und der Mithilfe bei der Aufarbeitung und Publikation dieser Daten beschäftigt. Weiters können, je nach Fähigkeiten und Interesse, eigene Projekte verwirklicht werden, wie etwa die Erstellung einer Internet-Homepage für das HDK. Christoph Prieler: Tel+Fax: +36-1-3426065 e-mail: prieler(at)mail.matav.hu

 

Vereinigte Staaten

 

Gedenkdienst ist seit 1993 auch in der nationalen Holocaust-Gedenkstätte Amerikas, dem US Holocaust Memorial Museum (USHMM) vertreten. Seine grundlegende Zielsetzung ist es, durch die Darstellung der historischen Fakten die Besucher aufzuklären und zu einer Auseinandersetzung mit der moralischen Frage, die durch den Holocaust auf­geworfen wurde, anzuregen. Gedenkdienst ist im

Research Institute des USHMM angesiedelt, wo der Gedenkdienstleistende z.B. beim Forschungsprojekt „US-Amerikaner in Deutschen Lagern während des Zweiten Weltkrieges" mitarbeitet, die US-Tour der Ausstellung „Theresienstadt" managt oder bei der Organisation von wissenschaftlichen Konferenzen und Symposien hilft. Thomas Huber: Tel: +1-202-4886121 e-mail: thuber(at).ushmm.org

 

Seit dem Jahr 1955 beschäftigt sich das Leo Baeck Institut (LBI) in New York mit der Dokumentation und Bewahrung der Geschichte des deutschsprachigen Judentums. Die Institution wird aufgrund seines Archivs, der Foto- und Kunstsammlung sowie der 60.000 Werke umfassen­den Bibliothek als eine der maßgebendsten Forschungseinrichtungen auf diesem Gebiet angese­hen. Seit August 1996 läuft am LBI in Kooperation mit dem Österreichischen Kultunnstitut in New York und dem Gedenkdienst das Projekt „The Austrian Hentage Collection", dessen Ziel es ist, die Geschichte der österrreichisch-jüdischen Vertriebenen zu dokumentieren. Die in New York tätigen Gedenkdienstleistenden sind mit der Aussendung der Fragebögen, dem Erstellen einer Datenbank, der Sammlung zeitgeschichtlicher Dokumente sowie der Durchführung von Oral-History-Interviews beschäftigt. Bernhard Gäl und Christian Prasser: Tel: +1-212-7446400; e-mails: bernhard.gal@black-box.at, Christian.prasser(at)blackbox.at.

 

Österreich

 

Vor rund drei Jahren wurde ESRA (hebräisch: V Hilfe), das Zentrum für psychosoziale Hilfe gegründet, das aus dem Zusammenwirken der Sozialabteilung der Israelitischen Kultusgemeinde Wien und der Stadt Wien entstanden ist. Esra ist ein Beratungs- und Behandlungszentrum für Probleme und Krankheitsbilder, die unter anderem durch das Holocaust- und Entwurzelungssyndrom bedingt sind. Der Verein Gedenkdienst vermittelt jedes Jahr 1-2 Zivildiener an Esra, die im Rahmen ihres regulären 12-monatigen Zivildienstes Esra u.a. bei der Heimbetreuung älterer und sozial bedürfti­ger Menschen, der Asylbetreuung jüdischer Emigranten sowie bei allgemeinen Arbeiten den Verein ESRA unterstützen. Sascha Kellner: Tel: 01-5810490 oder 0664 - 4823327.

 

Weitere Informationen über die Gedenkdienststellen erhalten Sie im Büro Wien unter Tel. 01- 581 0490

 

Sina Zwettler