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Telegramm

Wilna Gaon - jüdisches Museum Litauen

 

Neuerdings wird ein regel­mäßig erscheinendes Rundschrei­ben an Museumsfreunde, Institu­tionen und Museen ausgesandt. Johannes Thaler und Markus Ebenhoch verfaßten für das erste Rundschreiben Artikel über ver­gangene Aktivitäten und Pläne des Museums, die Ausstellungs­eröffnungen, die Organisation der „Gaonkonferenz" und Buch-publikationen umfaßte. Etwa 120 Kopien sollen zwei oder drei Mal jährlich verschickt sowie die Adressenliste aktualisiert werden.

 

 

Centre de Documentation Juive Contemporaine Paris

 

Eine bessere Nutzung der in der Bibliothek vorhandenen Bü­cher wurde durch die Gründung einer Karteikästchenklasse über Österreich verwirklicht. Da es für Forscher keinen direkten Zugang zu den Werken gibt, ist erst jetzt die Grundlage für das Auffinden „österreichischer" Themen ge­legt. Roland Königsgruber be­müht sich zudem um die Erstell­ung einer Karteikärtchenklasse zum Thema „Rechtsextremis­mus" und „Revisionismus" im Internet.

 

 

Zydowski Instytut Historyczny Warszawa

 

Markus Eberharter ist mit der Aufarbeitung der deutschsprachi­gen Emigrationspublikation „Pa­riser Tageszeitung" beschäftigt: l933 von Emigranten in Paris ge­gründet und zumindest bis 1940 erschienen, richtete sie sich an mitteleuropäische Emigranten. Ab 1937 verboten, wurde sie

dennoch weitergeführt, seit 1939 unter dem Namen „antihitleristi-sches Tagblatt". Es finden sich zahlreiche Briefe an das der Zeitung angeschlossene Reise­büro, die in berührender Weise Einzelschicksale dokumentieren: Emigranten bemühten sich über das Büro um Schiffskarten, Visas etc. oder fragten nach der billig­sten Methode mit einem „J" im Paß auszuwandern. Durch die Antwortbriefe mit den Bedin­gungen (Bezahlung, Wartefrist etc.) für die Ausreise entsteht ein realistisches Bild der schwierigen Lage der Menschen damals.

 

 

The Austrion Heritage Collection - Leo Baeck Institute New York

 

Bernhard Gäl und Christian Prasser sind zur Zeit an der Do­kumentation der Geschichte der österreichisch-jüdisch Vertrie­benen, die in die USA emigrieren mußten, beteiligt. Von Novem­ber 1997 bis Februar 1998 ist es den beiden gelungen, etwa 100 weitere - zu den 4000 bekannten - Personen zu recherchieren, Fragebögen auszuschicken, eine Datenbank zu erstellen, zeitge­schichtliche Dokumente zu sam­meln und oral-history Interviews zu machen.

United States Holocaust Mem­orial Museum Washington D.C.

Ein Archiv, das die seit An­tritt des ersten Gedenkdienst-leistenden gemachte Arbeit bein­haltet, hat Thomas Huber ange­legt. Zudem nimmt er an einem jeden dritten Mittwoch stattfin­denden „German Club" teil, einer gemischten Gesprächsrun-

de. Ein jetzt abgeschlossenes Projekt war der Vergleich nam­hafter Werke bezüglich deren Angaben über die Zahl der er­mordeten Juden 1933-1945. Dies liegt im Rahmen der Zielsetzung des Museums, die Entwicklung im Bereich der Holocaustforsch­ung zu fördern.

 

 

Holocaust-Dokumentations­zentrum der Ungarischen Auschwitzstiftung Budapest

 

Mit dem Projekt Datenbank­programmierung beschäftigt sich seit Jahresbeginn Christoph Prie­ler. Ziel ist die Errichtung einer Bibliothek fuer die Bücher und ein geeignetes Verwaltungs­programm fuer die Dokumente. Zudem ist er mit der österreichi­schen Beauftragten in Bildungs-kooperation, Margot Wieser, so­wie dem Ost- und Südosteuropa Institut an der Planung einer Se­minarreihe fuer ungarische Leh­rer beteiligt. Das Thema: Die Vermittlung des Holocausts im Geschichteunterricht. Weiters ist eine Konferenz in Zusamm­enarbeit mit dem Ost- und Süd­osteuropa Institut und dem Institut fuer Zeitgeschichte in Wien fuer Mai in Planung: „Flucht und Deportation: öster­reichische Juden in Ungarn, un­garische Juden in Österreich 1938-1945".

 

 

Panstwowe Muzeum Oswiecim-Brzezinka

 

Vom l.bis7. Februar 1998 fand ein Gedenkdienst-Seminar in Auschwitz statt, das von Mi­chael Samec mitgeplant wurde.

 

Zusammenstellung: Raphaela Kitzmantel