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Ausgabe 3/98


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Initiativ - ein Bericht

Die Idee zu einer Begegnungsstätte im ehemaligen Ghetto Theresienstadt geht auf das Jahr 1992 zurück und wurde seit damals von der Leitung der Gedenkstätte und der Theresienstädter Initiative verfolgt. Sie ist als Erweiterung und Unterstützung der Bildungstätigkeit der Gedenkstätte gedacht. Ziel ist es, Gruppen von Jugendlichen, aber auch Lehrerinnen und anderen Multiplikatorinnen die Möglichkeit zu geben, sich während eines längeren Aufenthaltes an einem authentischen Ort mit der Geschichte des Genozids an Juden, Sinti und Roma und der Verfolgung des Widerstands im allgemeinen sowie mit der Geschichte des Ghettos Theresienstadt im speziellen auseinanderzusetzen.

Mit der Übernahme von Teilen der ehemaligen Magdeburger Kaserne durch die Gedenkstätte und der Renovierung durch das Kulturministerium der Tschechischen Republik, wurden die räumlichen Voraussetzungen dafür geschaffen.

 

 

Idee und Umsetzung

 

Die Begegnungsstätte befindet sich in der rekonstruierten Kavalleriekaserne, einem der großen Kasernenkomplexe der Festungsstadt. Das Gebäude, 1939 in Magdeburger Kaserne unbenannt, war während der Zeit des Ghettos in den Jahren 1941 bis 1945 Sitz der sogenannten „Jüdischen Selbstverwaltung" und ist damit für die Geschichte des Ghettos von besonderer Bedeutung.

Das Gebäude beherbergt Unterkünfte für Gruppen sowie ein Dachbodentheater, die Ausstellungen zu „Musik im Ghetto" und „Bildender Kunst im Ghetto" sowie die Rekonstruktion einer Frauenunterkunft aus dieser Zeit. Weiters wurden zwei Büros für die pädagogische Abteilung eingerichtet. Eines davon steht den Freiwilligen von Gedenkdienst und Aktion Sühnezeichen/Friedensdienst zur Verfügung. Die geplanten Aus­stellungen zu „Literatur im Ghetto" und „Theater im Ghetto" werden ebenfalls dort installiert werden.

Die Pädagogische Abteilung der Gedenkstätte veranstaltet schon seit vielen Jahren ein- und mehrtägige Seminare. Thematisch behandeln diese die Geschichte des Ghettos und des Gestapogefängnisses in der Kleinen Festung sowie die Funktion Theresienstadts im Rahmen der „Endlösung", den Holocaust im allgemeinen, Widerstandsbewegungen während des Zweiten Weltkrieges, aber auch Rassismus in der heutigen Zeit.

 

Andrä Stigger, ehemaliger Gedenkdienstleistender in Theresienstadt

 

Kontaktadressen:

Internationale Jugendbegegnungsstätte Auschwitz

Susanne Orth, Studienleiterin,

Pascal Mika, Gedenkdienstleistender

ul. Legionow 11, PL-32-600 Oswiecim tel.:0048/33/43 21 07 fax 43 23 77

 

Internationale Jugendbegegnungsstätte Theresienstadt,

Ludmilla Chladkova, Leiterin päd. Abteilung,

Rene Wintereder, Gedenkdienstleistender

Pamatnik Terezin, CZ-41150 Terezin tel 00420/416/78 29 48 fax 78 21 42