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Ausgabe 3/00


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Irene Harand zum 100. Geburtstag

Eine katholische Kämpferin gegen Antisemitismus und Nationalsozialismus

 

Sie war eine der engagiertesten Kämpferinnen, national und international gesehen, gegen die „braune Pest“ und das schleichende Gift des Rassismus und des Antisemitismus im Österreich der 30er Jahre – Irene Harand. Als überzeugte Katholikin hat sie vorgelebt, dass es zwischen christlicher und sozialer Ethik sowie nationalem und rassistischem Gedankengut nur ein „entweder – oder“ und kein „sowohl als auch“ geben kann. Das Wirken von Irene Harand und ihren MitstreiterInnen ist heute weitgehend in Vergessenheit geraten. Zwar trägt ein Gemeindebau im ersten Wiener Gemeindebezirk ihren Namen, doch keine Tafel erinnert an sie und ihren Kampf. Irene Harand, die nach dem Anschluss in die USA emigrierte, starb 1975 in New York. Zusammen mit ihrem Mann ist sie am Urnenhain am Zentralfriedhof in Wien begraben.

Lange Zeit galten die Aktenbestände der Harand-Bewegung als verloren,

bevor sie Anfang der 90er Jahre in Moskauer Archiven wieder entdeckt wurden. Am 27. September 2000 findet im Literaturhaus in Wien ein Gedenkabend für Irene Harand statt, um ihr wenigstens in den Köpfen der Menschen ein Denkmal zu errichten.