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Ausgabe 1/01


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Heilen und Töten

NS-Medizinverbrechen in der "Ostmark"

 

Die "Euthanasie"-Anstalt Hartheim bei Linz war das Zentrum der NS-Medizinverbrechen in Österreich. Die systematische Mordaktionen gegen psychisch kranke und geistig behinderte Menschen sind in Grundzügen gut dokumentiert, es sind aber immer nach viele Fragen offen. GEDENKDIENST kann keinen ausführlichen Überblick über den aktuellen Forschungsstand bieten, aber einige der wichtigsten Themen werden auf den folgenden Seiten behandelt:

Wolfgang Neugbeuer schreibt über die "Aktion T4", den ersten bürokratischen Massenmord des Regimes bzw. über die Wiener Rassenhygiene um 1938. Thomas Oelschläger berichtet von seinen Recherchen über "Euthanasie" an Neugeborenen und Kindern, die in Wien v.a. mit dem "Spiegelgrund" verknüpft ist. Ein völlig neues Thema behandelt Peter Schwarz, der über das geplante Massensterben am Wiener "Steinhof" forscht. Weiters kommen zu Wort: Friedrich Zwarel, als Kind in der Jugendanstalt "Am Spiegelgrund" interniert. Seit über 20 Jahren kämpft er um seine Anerkennung als NS-Opfer. Die diesjährige Int. Gedenkdienst-Tagung trägt ebenfalls den Titel "Heilen und Töten" und findet mit hochkarätiger Besetzung vom 25. bis 27. Mai in Salzburg statt.