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Ausgabe 4/01


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Leserbrief zu "Sobald sie wissen, dass Du Zigeuner bist..." in "Roma und Sinti(des)integriert?", GEDENKDIENST 3/2001

Rassenunterschiede?

 

"Eine beispiellose  Demütigung des Menschen", stellt das Magazin New Scientist fest. "Wenn wir uns noch gegenseitig zu der bedeutsamen Leistung beglückwünschen, das menschliche Genom sequenziert zu haben, lässt das Genom erkennen, dass wir doch noch nicht besonders sind. wie sich herrausstellt, besitzen wir fünfmal so viele Gene wie ein Bakterium, ein Drittel mehr als ein Wurm und ungefähr doppelt so viele wie eine Fliege. "Ausserdem "gleichen 40 Prozent unserer Gene denen von Fadenwürmern, 60 Prozent denen der Fruchtfliege und 90 Prozent denen von Mäusen." Wie die Zeitschrift berichtet, verändert die Kenntnis des menschlichen Genoms auch unsere Ansicht über Rassen. so können zwei Menschen der gleichen rasse angehören und sich sehr ähnlich sehen, aber dennoch genetisch weit unterschiedlicher sein als zwei Angehörige völlig verschiedener ethnischer Gruppen.

 

Luigi Cavalli-Sforza von der Stanford-Universität stellte fest: " Die Unterschiede zwischen Menschen derselben Rasse sind so gravierend, daß es lachhaft ist, von Rassenunterschieden - oder überhaupt von Rassen - zu sprechen. "Demnach gibt es nur eine Rasse, die menschliche, und dazu gehören wir alle - ausnahmslos. wird auf Grund der neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse möglich sein, Rassenvorurteile abzubauen?

 

Ing. H. Schober, Wien