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Ausgabe 1/02


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Von der Zwangssterilisierung zur Ermordung

Der zweite Band zur Geschichte der NS-Euthanasie in Wien untersucht auf 404 Seiten, in 11 Kapiteln wichtige  Aspekte zur Geschichte der Medizin im Nationalsozialismus. Die so genannte NS-Euthanasie in Wien wird ausführlich behandelt. Die damit verknüpften Themenfelder NS-„Erziehung“ und  NS-„Jugendfürsorge“ werden detailliert untersucht. Der Historiker Peter Schwarz liefert ein bemerkenswertes Kapitel über die „wilde Euthanasie“ am Steinhof während der NS- Zeit. Überhaupt nimmt der Steinhof im gesamten Buch eine zentrale Stellung ein, wobei sich das Buch auch ausführlich mit aktuellen Bezügen und Fragestellungen rund um die Euthanasie beschäftigt. Die Präparatesammlung am Spiegelgrund und ihre wissenschaftliche Auswertung bilden ebenfalls ein wichtiges Thema des Bandes. Der Medizinhistoriker Michael Hubenstorf deckt die intellektuellen Netzwerke der NS- Patientenmordaktion in Österreich auf. Dabei beschäftigt er sich intensiv mit den Vor- und Nachkriegskarrieren der Täter.

 

Literaturhinweis:

Von der Zwangssterilisierung zur Ermordung, Teil II.

Herausgeber: Eberhard Gabriel und Wolfgang Neugebauer

Böhlau Verlag, Wien Köln Weimar. Erscheint im April 2002.

 

Wolfgang Lamsa, Mitarbeiter des DÖW