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Ausgabe 1/02


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Die österreichischen Opfer des Holocaust

Das DÖW präsentierte am 20. November 2001 gemeinsam mit der Israelitischen Kultusgemeinde die CD-ROM „Die österreichischen Opfer des Holocaust“. Diese Präsentation stellt das vorläufige Ergebnis des Projekts „Namentliche Erfassung der österreichischen Holocaustopfer“ dar.

Ausgangspunkt des vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung in Auftrag gegebenen Projekts waren die Deportationslisten der Großtransporte aus Wien und die Deportationskartei der Israelitischen Kultusgemeinde. Durch vielfältige Kooperationen mit anderen wissenschaftlichen Einrichtungen auf nationaler und internationaler Ebene und durch die Hilfe von Überlebenden des Holocaust, sowie deren Angehörigen und Nachkommen, konnten bis jetzt etwa 62.300 österreichische Opfer des Holocaust erfasst werden.

Die CD-ROM beinhaltet eine Datenbank mit Informationen zum Schicksal der österreichischen Opfer. Aufgelistet werden Name, Vorname und Geburtsdatum des Opfers, der Zielort der Deportation und - soweit bekannt - der Todesort, sowie das Todesdatum. Eine weitere Datenbank mit Photographien der Erkennungsdienstlichen Kartei der Gestapoleitstelle Wien umfaßt ca. 350 Personen, die als Folge ihrer Verhaftung dem Holocaust zum Opfer gefallen sind.

Eine Dokumentation beschreibt den Leidensweg der österr. Jüdinnen und Juden vom sogenannten Anschluß 1938 bis zu den letzten Massakern 1945 kurz vor der Befreiung Wiens. Die einzelnen Kapitel werden durch Photos bzw. Dokumente, die die beschriebenen Ereignisse veranschaulichen ergänzt.

Die auf dieser CD-ROM porträtierten Menschen stehen stellvertretend für die 10.000nden österr. Opfer des Holocaust, von denen es keine Photos, keine Briefe oder andere Dinge gibt, die an sie erinnern könnten. Sie sind zum Teil an Orten ermordet worden, von denen auch interessierte Menschen bis jetzt nichts gehört oder gewußt haben

Wenn wir auch weiterhin nicht viel über diese ermordeten Menschen wissen, so kennen wir jetzt wenigstens ihre Namen. Das Projekt Namentliche Erfassung der österr. Holocaustopfer und damit auch diese CD-ROM, stellt einen notwendigen Akt des Gedenkens dar, der die Opfer vor dem absoluten Versinken in der Anonymität und vor dem Vergessen bewahrt.

 

Die österreichischen Opfer des Holocaust

 

Die CD umfasst eine Datenbank mit Informationen zum Schicksal von ca. 62.000 österreichischen Opfern des Holocaust. Aufgelistet werden Name, Vorname und Geburtsdatum des Opfers, Zielort der Deportation und - soweit bekannt - Todesort sowie Todesdatum.

Eine Dokumentation schildert die Shoah der österreichischen Jüdinnen und Juden. Weitere Beiträge betreffen das Jahr 1938, jüdische Opfer der NS-Euthanasie, kleinere Transporte in Konzentrationslager 1943-1945, aus Österreich geflüchtete und später ermordete Juden. Weiters beinhaltet sie knapp 900 Fotos, darunter rund 350 erstmals veröffentlichte Fotos aus der Erkennungsdienstlichen Kartei der Wiener Gestapo.

CD “Die österreichischen Opfer des Holocaust”, deutsch/englisch,

erhältlich um e 24,-

Dokumentationsarchiv des

Österreichischen Widerstandes,

Altes Rathaus, Wipplingerstr. 6-8

A-1010 Wien

oder online unter:

www.doew.at

 

Stephan Roth, Historiker und Mitarbeiter des DÖW