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Ausgabe 3/02


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„Grüß Gott und Heil Hitler“

Buchpräsentation und Diskussion mit Stefan Moritz

 

Am 9. Oktober fand in den Räumlichkeiten des Verein Gedenkdiensts die erste in öffentlichem Rahmen stattfindende Buchpräsentation des Werkes „Grüß Gott und Heil Hitler“ mit einer anschließenden Diskussion statt.

Der Autor Stefan Moritz erläuterte in einem Vortrag die ihm wichtigsten Thesen seines Buches, das in den österreichischen Medien bereits vielfach und kontroversiell diskutiert worden war.

Eine dieser zentralen Thesen war, dass eine Mehrheit des österreichischen Klerus – und damit die offizielle Kirche – die Parallelen zum NS-Regime gesucht und diese in der Ablehnung gegenüber dem Bolschewismus und dem „Weltjudentum“ gefunden hätten. Dadurch habe sich eine Empörung – sofern diese überhaupt stattfand – lediglich gegenüber Verbrechen an Katholiken gerichtet.

Nach dem zweiten Weltkrieg wären einzelne Widerstandskämpfer des katholischen Klerus als Exempel für die gesamte Kirche dargestellt worden, was dazu geführt habe, dass sich die Kirche als größte Opfergruppe des NS-Terrors proklamiert hätte.

Zum Anlass der Präsentation fand sich eine große Anzahl von Gedenkdienstleistenden sowie Interessierten aus ganz Österreich ein.

 

Stefan Moritz: Grüß Gott und Heil Hitler.

Katholische Kirche und Nationalsozialismus in Österreich.

Wien, Picus-Verlag 2002. (€ 24,90)

 

 

Wolfgang Schellenbacher, Geschichtestudent