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Ausgabe 2/03


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Telegramm

Armin A. Wallas Gestorben

“Früher hieß es, dass es keine bedeutende Expressionismus-Literatur gibt. Das stimmt nicht. Die jüdische Literatur in Österreich war verschüttet“,sagte Armin Wallas einst.Völlig unerwartet ist am 30. Mai Prof. Dr. Armin A. Wallas verstorben. In Kärnten hat Wallas nach jahrelangem Kampf einen der wesentlichsten Bausteine jüdischer Studien in Österreich etabliert. Von Klagenfurt aus hat Wallas als Mitherausgeber von Leon Zelman „Jüdisches Echo“ gewirkt, als korrespondierendes Mitglied des „Verbandes deutschsprachiger Schriftsteller in Israel“ und als Mitinitiator des „Center for Austrian Studies“ an der Hebräischen Universität in Jerusalem. Geradezu unüberschaubar sind seine Artikel über Albert Ehrenstein, Uriel Birnbaum, Eugen Hoeflich, Emil Syitta, Oskar Kokoschka, Max Zweig und andere. Mit einem wunderbaren Menschen verlieren wir auch die Bücher, die er noch geschrieben hätte.

 

europamemoria - Eine Ausstellung von Ruth Beckermann

Flüchtlinge, 25 Menschen in Europa erzählen auf 25 Bildschirmen ihre Geschichte. Ein Jahr lang zeichnete Ruth Beckermann Gespräche mit Menschen auf, die ihre Orte verließen, manche Freiwillig, viele durch Kriege und Konflikte gezwungen. Jetzt leben diese Menschen irgendwo in Europa. Durch die Großaufnahmen ist der Raum dahinter fast völlig ausgespart, die Frage nach dem Wo fällt weg. Europa als Raum, heute, wo ganz verschiedene Leute mit ganz verschiedenen Erinnerungen Leben. Ihren gemeinsamen Ort finden diese Menschen nun in dem Ausstellungsraum. Die Geschichte der vergangenen sechs Jahrzehnte bilden den Hintergrund der meisten Lebensgeschichten: die Judenverfolgung, die Vertreibung der Sudetendeutschen und der Italiener aus Istrien, der spanische Bürgerkrieg,, Ungarn 1956, Prag 1968, Dien Bien Phu, die folgen des britischen Kolonialismus in Indien und Afrika, Palästina… Das Gesicht in seiner radikalen Einzigartigkeit ist das Gepäck, das jeder mitnimmt, wohin er auch wandert.

Ausstellung vom 29.08-28.09.2003