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Ausgabe 3/03


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Goodbye Jana, Welcome Juliane

GEDENKDIENST ist bekanntlich ein kleiner Verein. So klein, dass Jana Matischok und Juliane Urban fast ihre eigene Verabschiedung, bzw. Begrüßung als alte/neue freiwillige Mitarbeiterin im Gedenkdienstbüro geschrieben hätten. Soweit ist es nun zwar nicht gekommen. Trotzdem ist jede Menge Eigeninitiative von jenen gefordert, die sich entschlossen haben, zwölf Monate unser Vereinsleben aktiv mitzugestalten. Ein wenig stolz sind wir übrigens auch darauf, dass dieser „Europäische Freiwilligendienst“ bei uns am Wiener Rabensteig, im Rahmen eines Austauschprojekts mit dem Anne Frank Zentrum Berlin stattfindet.

Persönlich resümiert Jana ihr Jahr im Verein so: „Man lernt einen kühlen Kopf zu bewahren.“ Über die Entwicklung von Gedenkdienst zeigt sie sich ebenfalls zufrieden – es habe sich zwar „schrecklich viel verändert, aber auf alle Fälle in die richtige Richtung“. Ganz toll sei es als Neuankömmling in einer fremden Stadt, sofort ein großes Umfeld durch GEDENKDIENST zu finden: „Neben der inhaltlichen Arbeit, waren auch sehr viele persönliche Kontakte möglich.“ Die sind auch nach Beendigung der Freiwilligentätigkeit geblieben, meint Jana. So wie sie selbst auch – nämlich, um an der Universität Wien Slawistik zu studieren. Dem Verein hält Jana ebenfalls weiter die Treue: Als Vertrauensperson bei der Auswahlkommission und als guter Geist wenn Not an der Frau ist. Zur Frage einer zukünftigen Tätigkeit im Vorstand schweigt sich Jana momentan aus. Noch – wie sie lachend betont.

„Ich wollte einfach keinen normalen Weg gehen – deshalb bin ich da“ beschreibt Juliane den Grund für ihre Bewerbung in einem Satz. „Eine Stelle in Wien schien mir auch genau richtig, weil ich vorhabe Geschichte und Musik zu studieren“, meint die 19-jährige Jungpianistin weiter. Die Betreuung von NeuinteressentInnen für GEDENKDIENST, bedeutet für Juliane aber nicht nur eine ständige Befassung mit zeitgeschichtlichen Inhalten. Auch persönlich stellt sie – wie schon ihre VorgängerInnen - die wohl wichtigste Bezugsperson für junge Menschen dar, die überlegen einen Gedenkdienst im Ausland abzuleisten. Trotz des fast täglichen Einsatzes am Rabensteig, kommt für Juliane auch die Musik nicht zu kurz: Die Wiener Opern- und Konzerthäuser kennt unsere neue Kollegin bereits besser als die meisten anderen Vereinsmitglieder. Und dank der flexiblen Diensteinteilung mit mir, ist sogar das tägliche Klavierüben möglich …

 

John Evers

Gedenkdienstbüro Wien