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Ausgabe 3/05


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Kommentar und Editorial

Liebe Leserin! Lieber Leser!

Es herrscht Rechtssicherheit – nicht unbedingt ein Grund in endlosen Jubel auszubrechen. Vielmehr ist damit die Pflicht und nicht die Kür des „Gedankenjahres“, spät aber doch erfüllt. Grund genug, diese scheinbar endlose Geschichte Revue passieren zu lassen. Philipp Haydn, ehemaliger Gedenkdienstleistender in New York und Mitarbeiter des Leo Baeck Instituts, berichtet darüber.

 

Die nun vorliegende Ausgabe von GEDENKDIENST widmet sich eigentlich einem anderen Thema: Gedenken im öffentlichen Raum auf Privatinitiative. In den letzten Jahren sind in Wien eine Reihe privater Initiativen gesetzt worden, die an die Vertreibung und Ermordung österreichischer Jüdinnen und Juden erinnern. So entschloss sich etwa eine HauseigentümerInnengemeinschaft in der Leopoldstädter Rembrandstraße, eine Tafel für die aus ihrem Haus Deportierten und Ermordeten enzubringen. „Vorbild“ für diese Initiative war eine Gedenktafel am Basiliskenhaus in der Schönlaterngasse 7. Leider stehen nicht alle Mitmenschen derartigen Projekten aufgeschlossen gegenüber, die Tafel am basiliskenhaus wurde seit ihrer Enthüllung im April 2002 fünfmal beschmiert und beschädigt.

 

GEDENKDIENST nimmt diesmal drei aktuelle Projekte unter die Lupe: Thomas Rennert berichtet über die neue Gedenktafel in der Servitengasse 6, die im September dieses Jahres enthüllt wurde. Am Leopoldstädter Volkertmarkt wurde Anfang November „Die Straße der Erinnerung“ eröffnet. Lukas Meisel begibt sich auf die Spur der dort im Boden eingelassenen „Stolpersteine“. Dass es sich auszahlt einen langen Atem zu haben, beweist der Gedenkstein für das ehemalige jüdische Bethaus in der Schottenfeldgasse 60 in Wien Neubau – Florian Wenninger über eine lange Geschichte. Martin Kolassa, langjähriger Layoutverantwortlicher dieser Zeitung verabschiedet sich aus dem Redaktionsteam. Ohne sein Engagement wäre vieles bei GEDENKDIENST nicht möglich gewesen. Lieber Martin, vielen Dank für Alles und vielleicht wird es einmal möglich in einer Ausgabe keine Bilder unterbringen zu müssen ...

 

Stephan Roth

Chefredakteur GEDENKDIENST