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Asociación Filantrópica Israelita - Hirsch, Centro de Excelencia para Adultos Mayores



Aigner Tobias

Die Einsatzstelle:

 

Das Altersheim Hirsch, auch Hogar Hirsch genannt wurde 1945 durch die AFI – Asociación Filantrópica Israelita gegründet und diente ursprünglich der Versorgung der älteren jüdischen Bevölkerung im Großraum Buenos Aires. Da bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges fast 30.000 jüdischen Flüchtlingen aus Europa nach Argentinien flüchteten, gab es in den darauf folgenden Jahren eine wachsende Nachfrage, nach Pflegestätten und Altersheime der Israelischen Kultusgemeinde in Argentinien.

Seit einigen Jahren steht das Hogar Hirsch auch Personen anderer Glaubensgemeinschaften zur Verfügung und bietet neben dem gewöhnlichen Altersheim auch eine modere Rehabilitationsklinik an. Die Institution gehört damit seit Jahren zum Spitzenfeld der Privatinstitutionen in Südamerika.

Auch wenn die Zahl an Jüdinnen und Juden mit deutscher oder österreichischer Herkunft in den letzten Jahrzehnten spürbar abgenommen hat, machen diese Personen noch immer einen beachtlichen Teil der HeimbewohnerInnen aus.

 

Aufgabengebiete der/des Gedenkdienstleistenden:

 

●       Einer der wichtigsten Aspekte bei der Arbeit im Hogar sind sicherlich die Gespräche mit den HeimbewohnerInnen. Dabei kann es sich um ganz banale Dinge, wie das Wetter, das letzte Fußballspiel oder aber auch um die Geschichten und Hintergründe der einzelnen Personen, handeln. Von dem oder der Gedenkdienstleistenden wird ein hohes Maß an Geduld verlangt.

 

●       Der zweite große Arbeitsbereich besteht aus der Organisation und Betreuung verschiedener Workshops und Aktivitäten mit einzelnen Personen oder einer Gruppe. Dieser Bereich hängt sehr viel von den Fähigkeiten und Ideen der/des Gedenkdienstleistenden ab. Hier unterstützt der oder die Gedenkdienstleistende die MitarbeiterInnen – Eigeninitiative wird sehr gerne gesehen.

 

●       Im Zuge verschiedener Aktivitäten kann es sein, dass die/der Gedenkdienstleistende einige HeimbewohnerInnen auf verschiedenen Behördenwegen behilflich sein muss. Es kann sich um einen Termin in der Botschaft, einen Arztbesuch oder ähnliches handeln.

 

●       Außerdem ist die oder der österreichische Gedenkdienstleistende gemeinsam mit seinen deutschen KollegInnen für die Organisation und Instandhaltung des  Kiosks verantwortlich. Dazu zählen die wöchentliche Bestellung und die Absprache mit der dafür verantwortlichen Administration.

 

 

Anforderungen an die/den Gedenkdienstleistende/n:

 

●       Die wichtigste Anforderung ist mit Sicherheit eine offene und ehrliche Freude an der Arbeit mit alten Menschen. Man sollte Spass an Unterhaltungen und Gesprächen haben sowie offen auf Menschen zugehen können.

●       Neben der Offenheit und der Freude an Kommunikation ist es wichtig, viel Geduld und Ausdauer mitzubringen, da die Arbeit speziell mit AlzheimerpatientInnen für viele eine neue Erfahrung und auf Dauer anstrengend sein kann.

●       Sowohl im Umgang mit den BewohnerInnen als auch in der Organisation und Einteilung der Arbeitswoche wird von den Vorgesetzten ein hohes Maß an Selbstständigkeit verlangt.

●       Mitgebrachte Spanischkenntnisse sind von Vorteil, aber nicht unbedingt notwendig. Die ArgentinierInnen sind sehr geduldig und unterstützen die Freiwilligen gerne beim Erlernen der argentinischen Form des spanischen Castellano 

 

Stadt/Land/Lebenssituation:

 

Nach einem totalen Zusammenbruch der argentinischen Wirtschaft 2001, hat das Land seither wieder einen ordentlichen Aufschwung geschafft, besonders die Lebenssituation und die Lebensqualität der heimischen Bevölkerung betreffend. Buenos Aires zählt neben Montevideo zu den Städten mit dem größten europäischen Einfluss und wurde vor allem von spanischen und italienischen Einwanderinnen und Einwanderern geprägt. Trotz allem muss man sich auf eine andere Lebensart einstellen. Es gibt immer noch ein enormes Gefälle zwischen Stadt und Land.

 

 

Wohnungsbedingungen und Lebenserhaltungskosten:

 

Das Altersheim befindet sich in einem Vorort von Buenos Aires und ist täglich mit einem Bus oder einem Zug erreichbar. Die tägliche Fahrtzeit beträgt ca. zwei Stunden. Von Seiten des Heims gibt es die Möglichkeit auf dem Gelände zu wohnen. Lebenserhaltungskosten sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen und momentan in etwa gleich wie in Österreich. Aufgrund verschärfter Importbestimmungen sind einige Produkte wesentlich teurer wie z.B. Kleidung und Technik. Lebensmittel sind im Allgemeinen etwas billiger als in Österreich. Allerdings sind die Flüge aufgrund der Distanz sehr teuer!

  

 

Hinweis

Die Arbeit an dieser Stelle wird in einem Film der Reihe Am Schauplatz vorgestellt.

 

 

 

 

 


Direkter Kontakt zum aktuellen Gedenkdienstleistenden

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