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Internationale Jugendbegegnungsstätte Auschwitz/Oświęcim




Neuber Emil
Sorger Ines

Im Jahrgang 2017/18 arbeiten an dieser Stelle zwei Gedenkdienstleistende.

 

Geschichte der Institution

Die Gründung der Internationale Jugendbegegnungsstätte in Oświęcim (im Folgenden kurz „IJBS“ genannt) im Jahre 1986 geht auf die Initiative der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste und die Unterstützung der Stadt Oświęcim und zahlreichen Organisationen in Deutschland und Polen zurück. Der eigentlichen Gründung war ein langes Ringen um Anerkennung und Zulassung einer Jugendbegegnungsstätte im historisch vorbelasteten Oświęcim vorausgegangen. Im Sommer 1986, drei Jahre nach der ersten symbolischen Grundsteinlegung, begann der Bau der IJBS, die von dem deutschen Architekten Helmut Morlok entworfen wurde. Seit dem haben über 2000 Studiengruppen die IJBS besucht. Das Haus bietet 100 Schlafplätze, eine Bibliothek und Mediathek, 3 Seminarräume und Freizeitmöglichkeiten.

 

Hauptaufgabengebiet der Institution

Die pädagogische Arbeit der IJBS beschäftigt sich hauptsächlich mit folgenden Programmfeldern:

  • Studienfahrten zur Auseinandersetzung mit der Geschichte des KL Auschwitz-Birkenau und den damit verbundenen Themenbereichen.
  • internationale thematische Seminare (Antisemitismus, Rassismus, Nationalismus, internationale Beziehungen, Demokratisierungsprozesse)

 

Hauptaufgabengebiet des_der Gedenkdienstleistenden

In der IJBS sind vier Freiwillige, darunter der_die Gedenkdienstleistende tätig, zwei von ihnen werden von der Berliner Aktion Sühnezeichen Friedensdienste und ein_e Dritte_r über den europäischen Freiwilligendienst entsandt. Die Freiwilligen in der IJBS haben ein eigenes Büro, in dem sie über Internet und Telefon verfügen.

 

Der_die Gedenkdienstleistende ist (wie auch die anderen Freiwilligen) hauptsächlich mit der Vorbereitung und Begleitung von Studienfahrten, die die Stadt besuchen beschäftigt. Der organisatorische Teil dieser Arbeit beginnt in etwa drei Wochen vor Anreise der Gruppe und umfasst hausinterne Reservierungen, Buchungen von Führungen und Bustransfers, sowie Bereitstellung von Materialien und Räumlichkeiten. Weiters nimmt der_die Gedenkdiener_in auf Wunsch der Gruppe Kontakt mit Zeitzeug_innen auf und arrangiert Treffen in der IJBS, auch Treffen mit Schüler_innengruppen aus Oświęcim werden häufig gewünscht.

 

Nach Ankunft der Gruppe ist der_die Gedenkdiener_in dauernde_r organisatorisch-/technische_r Ansprechpartner_in während des Aufenthalts der Gruppe. Er_sie übernimmt auf Wunsch jedoch auch inhaltliche Aufgaben, leitet Gesprächs- und Reflexionsrunden sowie Zeitzeug_innengespräche und bindet sich aktiv in den Gruppenprozess ein.

 

Abseits davon fallen noch Stadtführungen von Besucher_innengruppen sowie regelmäßige Korrekturarbeiten der Korrespondenz des Hauses an.

 

Hauptanforderungen an die_den Gedenkdienstleistende_n

  • Teamfähigkeit: Praktisch alle Tätigkeiten der Freiwilligen, also auch des_der Gedenkdieners_in, finden in Kooperation statt, eine aufgeschlossene Arbeitseinstellung ist also erforderlich.
  • Flexibilität: Es liegt im Wesen der Jugendarbeit, dass dabei oft unberechenbare Herausforderungen entstehen, auf die in professioneller und sachlicher Weise eingegangen werden sollte.
  • Organisationstalent: Mitunter kann die Gruppenvorbereitung sehr komplexe Ausmaße annehmen, es ist hierfür erforderlich, stets den Überblick zu bewahren.
  • Jugendarbeit: Der Wille, sich mit Jugendlichen von 15 Jahren bis ins Erwachsenenalter aktiv auseinanderzusetzen sollte unbedingt vorhanden sein, da die Arbeit mit Jugendlichen durchaus genauso fordernd sein kann, wie der organisatorische Teil.

 

Stadt/Land/Lebenssituation

Oświęcim ist eine 42.000 Einwohner_innenstadt in Südpolen. Die Menschen leben größtenteils in sozialistischen Plattensiedlungen, die Stadt umfasst drei solcher Zentren. Das kulturelle Leben der Stadt ist eher klein, die kulturelle Hauptstadt Polens Krakau liegt jedoch nur eine Bus-Stunde entfernt. Der allgemeine Lebensstandard ist angemessen, die Stadt entwickelt sich dank dem Beitritt Polens zur EU rasant. Lebensmittelversorgung ist durch bekannte Discounter „Lidl“, „Kaufland“, sowie durch etablierte Nahversorger gewährleistet.

 

Wohnungsbedingungen und Lebenshaltungskosten

Der_die Gedenkdiener_in wohnt in einer Wohngemeinschaft mit 2 anderen Freiwilligen. Die Wohnung befindet sich in einem Plattenbau und umfasst 60 qm. Die monatliche Miete beträgt PLN 500,--, das sind in etwa EUR 120,--. Der_die Gedenkdiener_in überweist den Mietbetrag selbst bis zum 15. des Monats an der Bank.

 

Zudem besteht die Möglichkeit, mittags in der IJBS zu essen, der Preis dafür beträgt PLN 13,--, das sind ungefähr EUR 3,30. Während der Gruppenbetreuung ist es üblich, mit den Gruppen auch Frühstück und Abendbrot zu essen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Wäsche kostenfrei in der Wäscherei der IJBS waschen zu lassen, es empfiehlt sich jedoch, die Wäscher_innen mit Konfekt gütig zu stimmen.

 

Literaturhinweise:

  • Greif, Gideon Wir weinten tränenlos Fischer
  • Kielar, Wieslaw Anus Mundi Fischer
  • Piper, Franciszek Arbeitseinsatz der Häftlinge aus dem KL Auschwitz Verlag staatliches Museum in Oświęcim
  • Höß, Broad, Kremer Auschwitz in den Augen der SS Verlag staatliches Museum in Oświęcim
  • Gross, Jan Tomasz Nachbarn: der Mord an den Juden von Jedwabne C.H. Beck
  • Levi, Primo Ist das ein Mensch? dtv
  • Horvath, Legerer, Pfeiffer, Roth (Hg.) Jenseits des Schlussstrichs Löcker
  • Finkenstein, Norman G. Die Holocaust Industrie Piper
  • Piper, Ernst (Hg.) Gibt es wirklich eine Holocaust-Industrie? Pendo

 

Kontakt:

Internationale Jugendbegegnungsstätte

ul. Legionow 11

32-600 Oświęcim

Polen

 

Rezeption: Tel. +48-33-843 21 07

Verwaltung: Tel./Fax +48-33-843 12 11

Pädagogische Abteilung: Tel. +48-33-843 23 77

Buchhaltung, Tel. +48-33-843 02 92

 

E-Mail: mdsm(at)mdsm.pl

Internet: http://www.mdsm.pl

 

Bankverbindung: BPH SA O/Oświęcim

PL 73 1060 0076 0000 3200 0035 2665

 

Post aus... Oświęcim/Auschwitz (von Isabella Riedl)

Post aus... Oświęcim/Auschwitz (von Laurenz Holcik und Franz Untermarzoner)


Direkter Kontakt zu den aktuellen Gedenkdienstleistenden

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