AuslandseinsatzHolocaust-EducationStudienfahrtenVereinLinks
Ausgabe 1a/07


2016
2015
2014
2013
2012
2011
2010
2009
2008
2007
2006
2005
2004
2003
2002
2001
2000
1999
1998

Der Tauber Fonds – Unterstützung für junge Flüchtlinge

Als Robert Tauber, der keine direkten Nachkommen hatte, im Jahr 2000 starb, hinterließ er ein Vermögen aus Wertpapieren und Schmuck im Wert von rund einer Million Schilling. Er bat seinen Freund Robert Rosner dieses Erbe einem karitativen Zweck zukommen zu lassen.


Robert Rosner war anfangs im Zweifel, wie er das Geld widmungsgemäß zur Anwendung bringen könnte. Er dachte zunächst daran, es der Ottakringer Mittelschule zu spenden, weil Robert Tauber nach seiner Pensionierung Schülern aus dem Arbeitermilieu kostenlos Nachhilfe gegeben hatte. Er kam jedoch zu dem Schluss, dass Flüchtlinge diese Unterstützung notwendiger bräuchten als Kinder aus inländischem Umfeld; diese hätten immerhin ihre Familienangehörigen, die etwas zur Ausbildung beitragen könnten. Er wandte sich also an den Caritasdirektor der Erzdiözese Wien, Michael Landau, und besprach mit ihm sein Vorhaben, jungen Flüchtlingen zu helfen. Landau und Rosner entschieden, mit dem gestifteten Geld jungen Menschen mit Migrantenhintergrund bei ihrer Ausbildung zu helfen.


Das Wirken des Fonds

Zweck des 2001 gegründeten Tauber Fonds ist die Unterstützung jugendlicher Migranten auf ihrem Bildungsweg. Die jährlichen Zinsen des Vermögens, ein paar Tausend Euro pro Jahr, sind die Basis der Hilfe für die Jugendlichen. Den Betrag versucht man durch zusätzliche Spenden zu erhöhen.

Der Tauber Fonds widmet sich grundsätzlich allen jungen Flüchtlingen, die finanziellen Beistand in Bildungsanliegen benötigen. Da er aber über ein relativ geringes Budget verfügt, muss er seine Unterstützung auf kleine Gruppen oder Einzelpersonen konzentrieren.

Auf diese Weise konnte immer wieder jungen Menschen bei ihrer Weiterbildung geholfen werden. So wurde zwei begabten Schwestern aus Albanien der Musikunterricht finanziert; der Fonds förderte auch den Unterricht einer Gruppe afghanischer Kinder aus Wien in ihrer Muttersprache. Anderen Migranten, deren Deutschkenntnisse sehr schlecht waren, wurden Intensivkurse ermöglicht.

Der Tauber Fonds wird von der Leiterin des Caritas-Hauses „Robert Hamerlinggasse“, Frau Dr. Rotter, betreut. Sie wählt, nach Rücksprache mit Robert Rosner, Flüchtlinge aus, die ein klares Ziel haben und es auch konsequent verfolgen.


Florentine Biwald, Sara Fazeli, Elisabeth Radschek, Kiyomi Szabara, Ari Tempfer


Informationen zum Tauber Fonds im Web:
http://www.caritas-wien.at/563_567.htm