AuslandseinsatzHolocaust-EducationStudienfahrtenVereinLinks
Berichte


Perspektivenwechsel
Präsentation "Videographierte Erinnerung"
"NS-Euthanasie" - Ausstellung
Mandelbaum-Ausstellung
Zeitzeug_innengespräche
Tagung
Berichte
Termine

Filmabend „Das Weiterleben der Ruth Klüger“ am 27.04.2016

Der Verein GEDENKDIENST freut sich im Rahmen der „Aktionstage Politische Bildung“ mit dem diesjährigen Schwerpunkt „Frauen und Politik | Frauen in der Politik“ die Dokumentation „Das Weiterleben der Ruth Klüger“ zu zeigen.

 

27. April 2016, 19.00 - 21.00 Uhr

Kosten:  keine / Reservierung nötig unter film@gedenkdienst.at

Ort: TOP KINO, Rahlgasse 1, 1060 Wien

Veranstalter: Verein GEDENKDIENST

 

*** *** ***

„Das Weiterleben der Ruth Klüger“

Österreich 2011, 85 Min.

 

Es ist eine Sache, den Holocaust überlebt zu haben. Aber es ist eine andere, danach zu fragen, wie sich dieses Leben nach dem Überleben gestaltet hat und welche Spuren die Erfahrungen von Verfolgung und Todesbedrohung im Leben einer Überlebenden hinterlassen haben. Der Film porträtiert die aus Wien stammende amerikanische Literaturwissenschaftlerin Ruth Klüger vor dem Hintergrund dieser Fragen an den Orten, die ihr Leben bestimmt haben: Wien, Kalifornien, Göttingen und Israel.

 

Ruth Klüger erzählt über ihr Leben im "judenkinderfeindlichen" Wien, über ihre Eltern, ihre eigene Rolle als Mutter von zwei amerikanischen Söhnen, über ihr Frausein und den Umgang mit Gedenkstätten und dem Gedenken. Die Filmarbeit ist auch eine kleine Erkundungsreise, doch niemals eine sentimental journey. Dazu ist Ruth Klüger in ihrem Leben zu weit gereist.
Irvine in Kalifornien, Göttingen in Deutschland, Jerusalem und Wien – das sind die wesentlichen Schauplätze, an denen Renate Schmidtkunz in ihrer Dokumentation DAS WEITERLEBEN DER RUTH KLÜGER die in Wien geborene amerikanische Literaturwissenschafterin und Autorin porträtiert hat.

Buch und Regie: Renata Schmidtkunz
Mit Ruth Klüger, Percy Angress, Dan Angress, Laurie Angress, Gail Hart, Herbert Lehnert, Sigrid Löffler, Thedel von Wallmoden, Eva Geber

 

*** *** ***

 

Die Veranstaltung findet mit freundlicher Unterstützung der Kulturabteilung der Stadt Wien (MA 7) statt.

 

Besuchen Sie die Homepage der „Aktionstage Politische Bildung“ unter: http://www.politik-lernen.at/site/projekte/aktionstage/veranstaltungskalender

 

 





6. November 2007 - Der jüdische Friedhof Währing

Vortrag und Podiumsdiskussion mit Tina Walzer, Barbara Neubauer (Bundesdenkmalamt)

 

Der jüdische Friedhof Währing (1784 – 1874) stellt ein einzigartiges Dokument Wiener Geschichte dar. Als Begräbnisstätte der jüdischen Gemeinde Wiens ist dieser Friedhof ein Spiegelbild für den vielfach unbekannten jüdischen Anteil an der Vergangenheit der Stadt. Während der NS-Diktatur wurden große Teile des Friedhofes zerstört, die Schäden nie beseitigt. Heute ist das Kulturjuwel vom Verfall bedroht. Seit dem Abschluss des Washingtoner Abkommen im Jänner 2001 wird um eine Lösung für die Instandsetzung und Betreuung der jüdischen Friedhöfe in Österreich gerungen.

 

Die Historikerin Tina Walzer geht in einem Einführungsvortrag auf Geschichte, Problemstellungen und status quo des Jüdischen Friedhofes Währing ein. Anschliessend diskutiert sie am Podium mit Vertretern der IKG Wien, des Bundesdenkmalamtes und des Wiener Stadtgartenamtes Wege zur Rettung des Areals. Moderation: Markus Feurstein, Gedenkdienst

 

 

 


10. Oktober 2007 - “And now set Europe ablaze!” Die Austrian Section des britischen Kriegsgeheimdienstes SOE


Aufgabe des 1940 gegründeten Special Operations Executive (SOE) war der geheime Krieg gegen Nazideutschland und seine Verbündeten. Zum Repertoire gehörten dabei Sabotage und subversive Propaganda ebenso wie das Initiieren von Aufständen und Streiks oder die Unterstützung von Partisanenbewegungen. Eine eigene Österreichabteilung war seit 1943 damit betraut, den Widerstand in den Alpen anzufachen, ein Jahr später sprangen die ersten Agenten mit Fallschirmen über der „Ostmark“ ab. Wer waren diese Männer, durch wen wurden sie in Österreich unterstützt und welcher Erfolg war ihren Missionen beschieden?

 

Peter Pirker: Politologe, Journalist und Autor erforscht im Rahmen eines FWF-Projektes die Geschichte der Austrian Section von SOE. Er initiierte 2005 das Forschungs- und Vermittlungsprojekt über die lokale Verfolgung von NS-Opfern im Drautal/Kärnten „Aus dem Gedächtnis in die Erinnerung“ siehe nsopfer.kuland.org

 

 

 


11. Juni 2007 - Verbotsgesetz heute noch zeitgemäß?



Am 11. Juni diskutierten Professor Neugebauer und Nationalratsabgeordneter Öllinger zunächst vor und später mit dem Publikum den Charakter, die Notwendigkeit und Aktualität des 1947 erlassenen Verbotsgesetzes.

 

Professor Neugebauer brachte zu Beginn einen kurzen geschichtlichen Abriss ein und erläuterte den Umgang der ÖsterreicherInnen mit ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit und die dementsprechende Anwendung des Verbotsgesetzes.

 

Im Anschluss unterstrichen beide Podiumsmitglieder, dass sie das Gesetz befürworten und gerade im Hinblick auf gegenwärtige Entwicklungen als erforderlich erachten. Sie bezogen Ihre Argumentation beispielsweise auf jüngste Vorkommnisse im Innkreis, wo österreichische und vor allem deutsche Neo-Nazis gemeinsam ein Konzert veranstaltet hatten.

 

Die Fragen aus dem Publikum zielten vor allem auf die Zukunft des Gesetzes ab. Außerdem erweiterte sich der Diskussionsrahmenrahmen dank spannender Anmerkungen des Publikums auf Gesetzmäßigkeiten anderer Länder und deren Umgang mit Geschichtsleugnung, beispielsweise.

 

 

 

 


16. Mai 2007 - Mag. Raimund Fastenbauer



Am 16. Mai 2007 sprach Mag. Raimund Fastenbauer, Generalsekretär der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, im Rahmen der Reihe "Geh Denken" zum Thema "Jüdisches Leben in Wien nach 1945".

 

Er behandelte sowohl den Umgang der Gesellschaft mit der Vergangenheit im Lauf der Zeit, der das Zusammenleben mit der jüdischen Bevölkerung mitbestimmt, als auch aktuelle Aspekte wie die gegenwärtige Situation jüdischer Mitmenschen, die sich in ein breites Spektrum zwischen religiösen und säkularen teilen.

 

Neben seinen persönlichen Erfahrungen aus der Jugend und dem Studium sprach Mag. Fastenbauer auch über die sich sich seit 1945 wandelnden Positionen politischer Parteien und Organisationen.