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Gedenkdienst: 2008 endlich auch für Frauen!

Seit 1992 wird der Gedenkdienst-Einsatz von Freiwilligen staatlich finanziert. Zu diesem Zweck stellte die Republik dem Verein Gedenkdienst für die Entsendung von männlichen Freiwilligen jene Summe zur Verfügung, die den Staat ein durchschnittlicher Zivildienstplatz in Österreich kostet. Zusätzlich anerkennt man diesen Einsatz seither als Zivilersatzdienst. Für Frauen war und ist eine derartige Möglichkeit bis heute nicht vorgesehen. Die wenigen weiblichen Freiwilligen, die bisher Gedenkdienst geleistet haben, taten das auf eigene Kosten und mussten dafür auch noch die Streichung der Familienbeihilfe und den Verlust der Mitversicherung in Kauf nehmen. Seit einigen Jahren können immerhin Einsätze von Frauen in Deutschland und Holland über den Europäischen Freiwilligendienst (EVS) finanziert werden, eine längerfristige Lösung ist aber auch das nicht.

 

Der Verein Gedenkdienst unternimmt daher einen neuerlichen Anlauf, endlich auch für den Gedenkdienst von Frauen eine Finanzierung seitens der Republik durchzusetzen – zumal die Mehrheit der InteressentInnen die sich beim Verein melden, derzeit aufgrund ihres Geschlechts abgewiesen werden muss. Zwischenzeitlich hat der Verein einen nach den Geschwistern Kurt und Ilse Mezei benannten Fonds eingerichtet und Parteien, Verbände und Privatpersonen gebeten, Mittel zur Verfügung zu stellen, um Frauen die Leistung eines Gedenkdienstes zu ermöglichen. Die Unterstützung übertraf bereits bisher die Erwartungen bei weitem, sodass bereits im nächsten Jahr mehreren Frauen ihr Dienst finanziert werden kann. Für Interessierte heißt es jetzt schnell sein: Wer 2008 sein/ihr Voluntariat beginnen möchte, muss sich nämlich bis spätestens 15. Dezember 2007 beim Verein Gedenkdienst melden.