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Jüdisches Museum



Krausz Theo

Seit wann existiert die Institution?

1989 wurde das jüdische Museum wieder eröffnet, erster Gedenkdienstleistender 1996.

 

Hauptaufgabengebiete der Institution

Das staatliche Museum Litauens wurde 1989 von Holocaust-Überlebenden errichtet und ist das einzige seiner Art im Baltikum. Es verfolgt heute hauptsächlich das Ziel, die Erinnerung sowohl an die einst große Litwak (litauisch-jüdische Kultur) als auch an den Holocaust in Litauen zu bewahren. Vor dem Zweiten Weltkrieg war Litauen eines der bedeutendsten Zentren des osteuropäischen Juden_Jüdinnentums - Vilnius (Vilne) war bekannt als das "Jerusalem des Ostens". Während der Shoah wurden 94% der 240.000 in Litauen lebenden Jüdinnen_Juden durch die Nazis und besonders durch lokale Kollaborateur_innen grausam ermordet.

 

Zur Zeit leben nur mehr etwa 4500 Jüdinnen_Juden in Litauen. Die rund 50 Mitarbeiter_innen, teilweise Holocaustüberlebende, bemühen sich, das Bewußtsein der Gesellschaft des jungen litauischen Staates mitzugestalten, um dadurch den heute noch weit verbreiteten Antisemitismus im Land zu bekämpfen.

 

Hauptaufgabengebiete des_der Gedenkdienstleistenden

  • Zuständig für die gesamte Online-Korrespondenz und anfallende Büroarbeiten
  • Führungen und Betreuung deutsch- und englischsprachiger Besucher_innengruppen durch das Museum und die ehemaligen Ghettos
  • Mitarbeit bei Publikationen des Museums
  • Organisation und Arbeit an zeitweiligen Projekten bzw. Ausstellungen des Museums
  • Fortführung eines Vortragprojekts an litauischen Schulen
  • Erstellen und Implementierung eigener Projekte

 

Hauptanforderungen an die_den Gedenkdienstleistende_n

  • Großes Maß an Eigenverantwortung und Motivation mitbringen
  • An Osteuropäischer Geschichte interessiert sein
  • Fortgeschrittene Computerkenntnisse
  • Über gute Englischkenntnisse verfügen
  • Gerne mit älteren Menschen zusammenarbeiten und die Motivation mitbringen sich auch manchmal mit bürokratischen Hürden auseinanderzusetzen
  • Offen für neue, jeweils unterschiedlich anfallende Aufgabengebiete sein

 

Stadt/Land/Lebenssituation

Die Lebenssituation in Litauen hat sich in den letzten Jahren wahrscheinlich grundlegend verändert. Zumindest in der Hauptstadt Vilnius sind die Veränderung, die durch den Beitritt zur EU 2004 ihren Höhepunkt fanden, stark zu bemerken. Vilnius ist heute so westlich wie die meisten anderen westeuropäischen Städte. Die Lebenssituation als Gedenkdiener_in ist sehr zufrieden stellend.

 

Wohnungsbedingungen und Lebenshaltungskosten

Die Lebenshaltungskosten sind bis auf wenige Ausnahmen vergleichsweise niedriger als beispielsweise in Österreich - Preise steigen jedoch. Bei leicht sparsamer Lebensweise werden die Kosten beinahe vollständig von den ausbezahlten Beiträgen gedeckt. Ansonsten gilt, dass mit einer kleinen monatlichen Eigenfinanzierung auch die meisten zusätzlichen Bedürfnisse gedeckt werden können. Das alles hängt natürlich stark von den eigenen Vorlieben ab, die Schwankungsbreite für Wohnungspreise kann beispielsweise sehr groß sein (zwischen 200€ außerhalb und 500-600€ oder mehr im Stadtzentrum).

 

Literaturhinweise:

  • Holocaust in Litauen. Krieg, Judenmorde und Kollaboration im Jahre 1941- Vincas Bartusevicius, Joachim Tauber, Wolfram Wette u.a.
  • Ghetto in Flames - Yitzak Arad
  • Juden in Litauen - Solomon Atamuk
  • Dies Kind soll leben. Die Aufzeichnungen der Helene Holzman, 1941 - 1944
  • From that place & that time - Lucy S. Dawidowicz
  • Die Juden von Wilna. Die Aufzeichnungen des Grigorij Schur 1941-1944 - Gregorij Schur
  • Spiritual Resistance in the Vilna Ghetto - Rachel Kostanian
  • 100 Memorable Sites of Jewish History and Culture - Museumspublikation
  • Deutscher Osten 1939 - 1945. Der Weltanschauungskrieg in Photos und Texten (nicht Litauen-spezifisch)

  

Kontakt:

Rachel Kostanian

Vilna Gaon State Jewish Museum

Naugarduko g. 10/2

LT-01141 Vilnius

 

Tel: +370-5-2620730

Fax: +370-5-2127083

 

E-Mail: jewishmuseum(at)jmuseum.lt

Website: www.jmuseum.lt

 

Post aus... Vilnius (von Lukas Dünser)

 


Direkter Kontakt zum aktuellen Gedenkdienstleistenden

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