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Schluss mit staatlichen Subventionen für den RFJ!

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Schluss mit staatlichen Subventionen für den RFJ!

Utl.: Verein Gedenkdienst fordert nach „Profil“-Bericht Bundesministerin Andrea Kdolsky zum Handeln auf

 

Nachdem jüngst ein Bericht des Nachrichtenmagazins „Profil“ einmal mehr die mannigfaltigen Verbindungen des RFJ in die rechtsextreme Szene belegte, fordert der Verein Gedenkdienst den Stopp jeglicher öffentlicher Subventionen für den RFJ.

 

Gedenkdienst-Obmann Florian Wenninger: „Die Vergabe der Bundesjugendförderung ist durch strenge Kriterien geregelt. Laut Gesetz soll sie ‚gemeinschaftsstiftender und menschenrechtsbezogener’‚ sowie ‚politischer, staatsbürgerlicher und religions- und ethikbezogener Bildung’ dienen.“ Politisch gemeinschaftsstiftend seien beim RFJ aber allenfalls Rassismus und Revisionismus, so Wenninger weiter.

 

Der Gedenkdienstobmann: „Anlässlich des Gedenkjahres 2008 werden im Rahmen eines Großprojektes hunderte ZeitzeugInnen eingeladen nach Österreich zu kommen. Nicht zuletzt will die Republik damit diesen Überlebenden zeigen, wie sich im Land alles zum Besseren gewandelt hat seit sie vertrieben und ihre Verwandten umgebracht wurden. Solche Gesten kommen spät genug. Und sie drohen zur Farce zu werden, wenn gleichzeitig rassistische Hetze mit Steuergeld honoriert wird.“

 

Neben fortgesetzter Stimmungsmache gegen gesellschaftliche Randgruppen und Unterprivilegierte seien besonders die Kontakte des RFJ zur rechtsextremen Szene besorgniserregend. Wenninger übt auch scharfe Kritik an FP-Vilimsky, der sich gestern für seine Jugend ins Zeug gelegt und die Belege für rechtsextreme Kontakte und rassistische Ausfälle des RFJ als Produkt „linker Wühlarbeit“ denunziert hatte. „Außer den üblichen Diffamierungen fällt Herrn Vilimsky offenkundig nichts ein. Wie auch? Die Forderung des steirischen RFJ-Vorsitzenden, die Vergewaltigungsrate zu senken, indem für den Grazer Stadtpark Schafe angeschafft werden sollten, an denen Türken sich im Bedarfsfall vergehen könnten ist ja ebenso öffentlich nachvollziehbar wie die rechtsextremen Kontakte des oberösterreichischen RFJ. Erst vergangene Woche wurde ein RFJ-Funktionär in Tirol wegen Wiederbetätigung rechtskräftig verurteilt. Immerhin versucht die FPÖ gar nicht erst, so zu tun, als handle es sich hier um einen bedauerlichen Einzelfall.“

 

Gegen diese bedenklichen gesellschaftlichen Tendenzen tritt GEDENKDIENST entschieden auf: „Wir wollen als junge Generation unseren Teil der kollektiven Verantwortung übernehmen, indem wir gegen das Verdrängen und Vergessen arbeiten und so unseren Beitrag zum Entstehen einer offenen, demokratischen Kultur in Österreich leisten. Wer A sagt muss aber auch B sagen: feierliche ‚Nie-Wieder’-Schwüre sind nur etwas wert, wenn den Worten Taten folgen. Wer revisionistischem und fremdenfeindlichem Gedankengut glaubhaft entgegentreten will kann dessen Träger nicht finanziell päppeln. Darum muss es für den RFJ Konsequenzen geben!“ so Wenninger. „Der Gedenkdienst unterstützt die Forderung der Bundesjugendvertretung (BJV) nach einem Förderstopp für den RFJ vollinhaltlich. Hier ist aber auch der Gesetzgeber gefragt: Es ist nicht einzusehen, weshalb so eine Organisation überhaupt Mitglied der BJV sein soll“, schloss der Gedenkdienstobmann.

 

Das RFJ-Dossier von Heribert Schiedel können Sie von unserer Website ansehen oder downloaden.

 

Rückfragehinweis:

Florian Wenninger, 0650-91 24 082

www.gedenkdienst.at

florian.wenninger@gedenkdienst.at