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Gedenkdienst: Bizarre Ansprache der FP-Präsidentschaftskandidatin als Höhepunkt einer Nazi-Freakshow

Utl.: Was muss eigentlich noch passieren, bis die ÖVP Farbe bekennt?

 

Das Nachrichtenmagazin Profil berichtet in seiner morgigen Ausgabe von einer Sonnwendfeier im Juni 2008, deren Feuerrede die FP-Präsidentschaftskandidatin hielt. Der Verein Gedenkdienst teilte anlässlich dessen mit, man sei mittlerweile an bizarre Auftritte der Schmalspurgermania schon so hinreichend gewöhnt, dass die einzig interessante Neuigkeit, die es nun in Erfahrung zu bringen gelte, die Erklärungen der FPÖ-Zentrale für den Vorfall sei.

Gedenkdienst-Obmann Florian Wenninger: „Wir freuen uns schon auf die Stellungnahme von Herrn Kickl, der umgehend versichern wird, dass das alles halb so wild ist. Was wird’s denn diesmal sein? Ein kleines Wortspiel? Hat Rosenkranz Frauen, die öffentlich in Erscheinung treten, gar nicht pauschal als „Huren“ beschimpft, sondern ein ganz anderes Wort benützt? Kuren? Muren? Suren? Oder ist es wieder ein großes Missverständnis, leider leider? War die gegenständliche Veranstaltung keine deutschtümelnde Sonnwendfeier, sondern eine etwas überdimensionierte Grillparty? War es in Wirklichkeit keine SS-Hymne, die die Anwesenden direkt im Anschluss an Rosenkranz’ Auftritt schmetterten, sondern das Lied von der Reblaus? Hat der ORF wieder mal die Aufzeichnung manipuliert? Oder war Frau Rosenkranz zum Zeitpunkt der musikalischen Verneigung vor den Kameraden der Schutzsstaffel schon nicht mehr anwesend? Brach Madame da bereits durchs nächtliche Unterholz, auf der Flucht vor der plötzlich um  sich greifenden NS-Nostalgie, die bei einer solchen Veranstaltung ja nun wirklich niemand vermuten konnte?“ Denkbar sei natürlich auch, so Wenninger, dass die FPÖ fortan abstreite, in jedweder Beziehung mit der Zeremonienmeisterin von der Waldlichtung zu stehen. Wenninger: „Das wäre mal wirklich originell. Eine Strache-Presseaussendung mit dem Titel ‚Barbara – wer?’“

 

Was die Freiheitlichen angehe sei die Profil-Geschichte keine große Neuigkeit sondern lediglich eine weitere Facette. Wenninger: „Die braune Ursuppe in der FPÖ köchelt halt weiter“. Erbittert zeigte sich der Gedenkdienst-Obmann dagegen über die Volkspartei, die es nach Monaten fortwährender Ungeheurlichkeiten von ganz rechts nicht schaffe, sich öffentlich zu distanzieren. Die ÖVP, so Wenninger, betone regelmäßig ihre Verantwortung für das Land und ihre Sorge um das Ansehen Österreichs in der Welt. Wie die Erfahrungen des Vereins Gedenkdienst, der Zivildienstpflichtige an ausländische Holocaustgedenkstätten auf der ganzen Welt entsende, deutlich zeigten, leide der Ruf Österreichs unter der Rosenkranz-Kandidatur ganz erheblich. Es müsse daher auch im Interesse der Volkspartei liegen, dass sich das Wahlergebnis der FP-Kandidatin in engen Grenzen halte. Absehbar werde die „weiß wählen“-Kampagne führender ÖVP-FunktionärInnen allerdings das Gegenteil zur Folge haben, nämlich ein besseres Prozentergebnis für Rosenkranz. Wenninger: „Respekt gebührt all jenen Funktionären der Volkspartei, die wie Othmar Karas in einer solchen Situation Rückgrat beweisen, die einzig mögliche Konsequenz ziehen und Heinz Fischer unterstützen. Man mag zu Fischer stehen wie man will, anzuerkennen ist aber, dass er der einzige Kandidat ist, der weder Anleihen bei Schuschnigg noch bei der SS-Traditionspflege nimmt. Wer angesichts der Alternativen wie Klubobmann Kopf laviert, ist für den absehbaren Image-Schaden der Nation direkt mitverantwortlich.“ (Schluss)

 

Rückfragehinweis

Florian Wenninger: 0650-91 24 082

www.gedenkdienst.at