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Ausgabe 1a/11


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Wir wollen Geschichte (be)greifbar machen

„Wenn man sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist man verurteilt, sie zu wiederholen.“

(George Santayana)

 

Das Thema Nationalsozialismus beschäftigt uns schon das ganze Schuljahr 2010/11. Es hat mit einer Exkursion nach Auschwitz gemeinsam mit dem Verein GEDENKDIENST angefangen. Im Rahmen dieser Exkursion tauchte auch die Frage auf, was in dieser Zeit an unserer Schule passiert ist. Als dann Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von GEDENKDIENST die Frage an uns richteten, ob wir uns im Rahmen des Projektes „Fathomizing Memory“ mit der Geschichte unserer Schule beschäftigen wollen, haben wir natürlich mit großem Interesse zugestimmt, weil unsere Unwissenheit über die Geschehnisse im Bildungszentrum Mater Salvatoris relativ groß war. Die Erkenntnis, dass Geschichte nicht nur an Orten, wie zum Beispiel Auschwitz passiert ist, sondern auch an Orten, die wie selbstverständlich zu unserem heutigen alltäglichen Leben dazugehören, hat uns zusätzlich motiviert. Da die Schule einen Bezug zu unseren Leben hat, ist es interessant zu erforschen, was für eine Bedeutung sie im Leben anderer gespielt hat. Dieses realitätsbezogene Arbeiten an Themen, die uns persönlich interessieren, ist für uns faszinierend. Außerdem ist es uns ein großes Anliegen, dass die Geschichte nicht in Vergessenheit gerät und auch an die Öffentlichkeit gebracht wird. Die Möglichkeit, unsere Erkenntnisse auch im Rahmen einer Radiosendung zu veröffentlichen, war eine interessante Herausforderung für uns, der wir uns gerne gestellt haben.

 

Ziele der einzelnen Gruppen

 

Das ursprüngliche Ziel der Gruppe „Öffentlichkeit“ war, zu erforschen, was die Öffentlichkeit im Jahr 1938 von den Vorkommnissen im Schulgebäude wusste. Im Laufe des Projekts haben wir unsere Fragestellung verändert und uns das Ziel gesetzt, die Allgemeinheit heute über die damaligen Ereignisse zu informieren. Der persönliche Bezug zu diesem Gebäude – wir gehen schon fünf Jahre darin ein und aus – war Motivation, sich mit dem Gebäude und seiner Geschichte zu beschäftigen. So entstand die Gruppe „Schulgebäude 1938-1945“. Die Gruppe „Schule nach 1945“ wollte sich mit der Wiederaufnahme des Schulbetriebs beschäftigen und sich auch den gesellschaftlichen Wandel anschauen. Die vierte Gruppe mit dem Thema „Opfer und Täter“ wollte Biografien erforschen und den Opfern des Novemberpogroms „ein Gesicht geben“. Da der Orden unserer Schule auch ein Kloster in Neusiedl am See hat, war es ein Anliegen der Gruppe „Leben der Schwestern“, sich damit auseinanderzusetzen, wie die Schwestern die Zeit des Nationalsozialismus dort erlebt haben.

 

 

Andrea Gansfuss, Jaqueline Heim,

Philipp Hiblinger, Birgit Landman