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Ausgabe 2/11


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Die österreichische Gedenkstätenlandschaft

Entwicklung, Gegenwart, Ausblick

 

Vom 4. bis 6. März 2011 hat im Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim das 1. österreichweite Gedenkstättenseminar stattgefunden. Nachstehend drucken wir den Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Peter Gstettner ab, den er zum Auftakt der Veranstaltung gehalten hat.

 

Über die ‚österreichische Gedenkstättenlandschaft‘ zu sprechen, umfasst ein so weites Thema, dass ich im Folgenden nur einige Anmerkungen und Hinweise geben kann. Dabei muss ich bei meinen Ausführungen viele wichtige und auch neue Ansätze der Erinnerungsarbeit vernachlässigen, weil sie nicht ‚Gedenkstätten‘ im Sinne von institutionalisierten Lernorten betreffen und oft auf anderen, informelleren Gedenkstrukturen aufbauen. Zum Beispiel ist hier, erstens, die Begehung von Erinnerungswegen zu nennen; etwa die Begehung des Wegs, auf dem die KZ-Häftlinge vom Bahnhof Mauthausen hinauf ins Lager getrieben wurden; oder die Begehung der alten Loiblpass-Straße, die 1943 der einzige Verbindungsweg vom Loibl-KZ-Süd ins Loibl-KZ-Nord war, solange der von den Häftlingen ausgebrochene Straßentunnel nicht befahrbar war. Zweitens, die Markierung von Leidenswegen, wie die der Todesmärsche, durch stationäre oder mobile Denkmäler, so etwa Gedenkzeichen und Mahnmale am Präbichl und in Gleisdorf, die an den Todesmarsch erinnern, bei dem ungarisch-jüdische ZwangsarbeiterInnen vom Ostwallbau nach Mauthausen getrieben wurden; oder das Konzept des Mobilen Erinnerns von Christian Gmeiner, der, beginnend in Budapest, entlang der Route dieser Todesmärsche mit einer Stahlskulptur durch verschiedene Gemeinden gezogen ist. Drittens, die Setzung von sogenannten Stolpersteinen (Steine der Erinnerung, wie sie in Wien heißen), die punktuell eine vorerst flüchtige Aufmerksamkeit auf einen Ort lenken, der mit der Geschichte des Holocaust ‚biografisch‘ verbunden ist. Diese Orte als Gedenkstätten zu bezeichnen, wäre wohl überzogen. Als Denkanstöße, gedankliche ‚Stolpersteine‘, sind sie jedoch wichtige ‚Bekenntnisse‘ einer Stadt oder einer Gemeinde zu ihrer jüdischen Geschichte. Durch die Bindung dieser Erinnerung an konkrete Menschen, können die Stolpersteine – auch in didaktischer Hinsicht – wichtige Ausgangspunkte für historischpolitisches Lernen sein. Viertens, gibt es eine Reihe von Orten, die nicht explizit als Gedenkstätten für die Opfer des NS-Regimes zu erkennen sind. In diesen Fällen sind die NS-Opfer aufgegangen in der gesellschaftlichen Funktion des Gedenkens an die militärischen Ereignisse, beziehungsweise, an die soldatischen Opfer des Zweiten Weltkriegs. NS-Opfer befinden sich deshalb auf Gefallenenfriedhöfen wie auf Kriegerdenkmälern, und zwar sowohl namentlich als auch anonym, wie jene mindestens 700 Euthanasieopfer aus Klagenfurt, die am städtischen Friedhof in Annabichl in nicht bezeichneten Armen- Reihengräbern ruhen; es sind gleichsam nicht erinnerte, ‚unsichtbare‘ Tote, deren Grabstätten inzwischen – widerrechtlich – weiter vermietet und mehrfach neu belegt wurden.

 

Im engeren Sinne und im Gegensatz zu diesen Beispielen, versteht man unter Gedenkstätten eher institutionalisierte Orte, gesellschaftlich herausgehobene und betreute Gedenkorte für NS-Opfer und für Opfer des NS-Widerstands, wie zum Beispiel KZ-Gedenkstätten – also etwa Mauthausen, Gusen oder Ebensee – und Gedenkstätten an Tötungsorten, wie Schloss Hartheim. Museen und Dokumentationszentren an zentralen Orten jüdischen Lebens, also Gedenkstätten in ehemaligen Synagogen, signifikante Orte des Widerstands oder der Vernichtungsgeschichte, wie die Gedenkstätte in Wien in der Salztorgasse 6 oder die am Peršmanhof in Südkärnten, zählen dazu. Gedenkstätten können schließlich auch symbolische Gedenkorte sein, etwa das Denkmal am Morzinplatz in Wien, wo sich früher die Gestapo- Leitstelle befand, oder das Denkmal für die Opfer der Shoa am Wiener Judenplatz, dem ehemaligen Standort einer alten, im 13. Jahrhundert errichteten Synagoge, oder die Gedenkstätte beim sogenannten Kreuzstadl in Rechnitz (Burgenland), wo zwei Wochen vor Kriegsende 180 ungarisch- jüdische OstwallarbeiterInnen von den Nazis ermordet und in der Nähe verscharrt wurden.

 

Gedenkstätten haben also einen einigermaßen gesicherten gesellschaftlichen Platz, was sich zumeist an folgenden Kriterien festmachen lässt:

1. An der finanziellen Förderung durch öffentliche Institutionen. Förderungen, die zwar jedes Mal erstritten werden müssen, die letztlich jedoch einen mehr oder weniger fixen Budgetposten im Subventionstopf der GeldgeberInnen darstellen.

2. Am Bekanntheitsgrad, der sich in der medialen Berichterstattung niederschlägt, zuweilen auch als Wirtschaftsfaktor, sofern es sich um eine ‚touristische Attraktion‘ handelt.

3. An der relativ hohen öffentlichen Aufmerksamkeit, zumindest anlässlich der regelmäßig zelebrierten Gedenk- und Befreiungsfeiern, sowie am Rang und an der Zahl der dort anwesenden politischen Persönlichkeiten.

4. An einer mehr oder weniger gefestigten Position im bildungspolitischen Kanon beziehungsweise im Zeitgeschichte-Curriculum von Bildungseinrichtungen (Schule, Universität, außerschulische Jugendarbeit, Erwachsenenbildung usw.).

5. An der Eingebundenheit in Bundesländer übergreifende Netzwerke, die ihrerseits zum Teil von öffentlichen Förderungen abhängig sind, wie zum Beispiel das Netzwerk von erinnern.at, das des Vereins GEDENKDIENST oder das des Österreichischen Mauthausen Komitees.

 

In Österreich erfüllen nur sehr wenige Gedenkstätten alle diese Kriterien. Das hängt wohl damit zusammen, dass in Österreich – im Unterschied zu Deutschland – die Förderung einer Pluralität von NS-Gedenkstätten keine lange Tradition hat und sie zudem auf bestimmte Institutionen auf Bundesebene (und seltener auf Landesebene) konzentriert ist. Durch diverse und unklare Zuständigkeiten kam eine breite Diskussion über Gedenkstätten als Lernorte und über eine spezifische Didaktik der Gedenkstättenarbeit nur sehr zögerlich in Gang. Eine Fachdisziplin ‚Gedenkstättenpädagogik‘ konnte sich auf diese Weise in Österreich noch kaum durchsetzen, während sie sich in Deutschland schon vor circa 20 Jahren etablieren konnte.

 

Am Beispiel der KZ-Gedenkstätte Mauthausen lässt sich zeigen, dass eine monolithische und zentralistische Förderstruktur die Entwicklung von einer Gedenkstättenpluralität eher bremst als beschleunigt. Die KZ-Gedenkstätte Mauthausen erwies sich über Jahre als relativ reformresistent und war allenfalls ‚fortschrittlich‘ bei gewissen Modernisierungsschüben, die letztlich zur Errichtung eines neuen Besucherzentrums geführt haben. Letzteres, im Mai 2003 durch Innenminister Strasser eröffnet, ist jedoch insofern eine Fehlplanung als dem Bauprojekt kein gedenkstättenpädagogisches Konzept zu Grunde lag, folglich jetzt ein neuer Kiosk in unmittelbarer Näher des Eingangstors in Planung ist. Münchhausen lässt Mauthausen grüßen.

 

Im Gegenzug zur aufgezeigten Tendenz der politikabhängigen Zentralisierung und Verstaatlichung von Gedenkstätten, haben sich freie Initiativen einen beachtlichen Status in der Gedenkstättenlandschaft erkämpft. Ganz allgemein geht es diesen Initiativen um die Gestaltung einer dezentralen österreichischen Erinnerungskultur. In jedem Bundesland gibt es heute eine Vielzahl von solchen Initiativen, die bislang vernachlässigte oder ‚vergessene‘ NS-Tatorte zu öffentlich relevanten Gedenkorten machen wollen. In den meisten Fällen tun sie dies mit beachtlichem Erfolg. Dafür gibt es zahlreiche Beispiele, wie etwa die Initiativen bei den ehemaligen Nebenlagern von Mauthausen, bei ehemaligen Arbeits-Erziehungslagern (AEL), bei Kriegsgefangenenlagern, Sammel- und Durchgangslagern, bei Gestapogefängnissen und diversen NS-Terrorzentralen und auch bei Erschießungsstätten und Massengräbern sowie bei früheren Synagogen.

 

Durch die Anbringung von Gedenktafeln, das Erstellen von Informationsfoldern, durch künstlerische Installationen, durch geführte Ortsbegehungen, durch die Einbeziehung des unmittelbaren Umfeldes, werden Gedenkorte in komplexere Erinnerungsstrukturen eingebunden, werden vielfältige Bildungsprozesse initiiert, die ihrerseits die Aneignung der eigenen lokalen Geschichte in ihren zeitlichen und sozial-räumlichen Dimensionen ermöglichen.

 

An die Stelle des Konzepts einer rein intellektuellen Vermittlung von Geschichte, sei sie museal oder schulisch aufbereitet, tritt ein tätigkeitsorientiertes, subjektzentriertes Konzept der Erschließung von Lebenswelten. Im Vordergrund stehen nicht mehr BesucherInnen einer Gedenkstätte als relativ passive RezipientInnen. Im Zentrum steht die Entwicklung des Subjekts selbst, das sich in einem Prozess der tätigen Auseinandersetzung der konkreten NS-Geschichte vor Ort annähert, sich ihrer Verirrungen, Verzerrungen, Vertuschungen und Tradierungen bewusst wird, sich ihre Symbolisierungen vergegenwärtigt und sich sowohl mit der eigenen Biografie als auch mit dem sozialen und kulturellen Umfeld konfrontiert. Da alle Gedenkorte ein Produkt von Konstruktion und Rekonstruktion sind, repräsentiert jede Gedenkstätte ein sozial-räumliches, zeitgeschichtlich-vorinterpretiertes Gebilde, das der ‚Aneignung‘ bedarf, sofern ein nachhaltiger Bildungsprozess entstehen soll. Dabei handelt es sich nicht nur um einen individuellen Lernprozess, sondern um die Aneignung einer gesellschaftlichen Erfahrung, denn die Form der Erinnerung – ebenso wie die des Vergessens – ist von einer bestimmten, konkreten Gesellschaft strukturiert. Auch alle historischen Texte, Erzählungen, Museumsexponate, selbst gemauerte Bauwerke, Statistiken und andere Symbolisierungen, sind nicht gesellschaftsunabhängige ‚Tatsachen‘, sondern von Menschen geschaffene Wirklichkeitskonstruktionen, deren Bedeutungsverleihung unter dem Aspekt hegemonialer Macht und politischer Interessen geschieht.

 

Das ist auch der Grund, weshalb Gedenkstätten oft die bevorzugten Angriffsziele von revisionistischen und neonazistischen Gruppen sind, die zur Demokratie eine ‚Gegenmacht‘ bilden wollen. Diese Gruppen treten oft massiv gegen die ‚Umerziehung‘ in Gedenkstätten auf und sagen dem ‚Antifaschismus‘ den Kampf an. Hierzu gehören die Schändungen, Beschmierungen und Zerstörungen von antifaschistischen Denkmälern, die großflächigen Graffitis neonazistischen Inhalts auf der Außenmauer der KZ-Gedenkstätte Mauthausen, die Angriffe von Neonazis auf die Gedenkstättenbesucher im ehemaligen KZ-Stollen von Ebensee, die mutwillig und gezielt herausgerissenen Stolpersteine in Wien und Salzburg, die Anschläge auf Synagogen und Schändungen von jüdischen Friedhöfen und die Einträge denunziatorischer Art auf Neonazi- Webpages. Korrespondierend dazu gehören die schleppenden Ermittlungen des Bundesamtes für Verfassungsschutz bei den entsprechenden Delikten, die polizeiliche ‚Toleranz‘ bei Versammlungen und Aufmärschen von Neonazigruppen, die zögerliche Verfolgung von Neonazis und die offensichtliche ‚Machtlosigkeit‘ des Innenministeriums angesichts der antisemitischen und rassistischen Hetze im Internet. In diesem Zusammenhang ist es kein Trost, dass neue Gedenkstätten dort entstehen, wo rassistische Anschläge verübt wurden und Todesopfer zu beklagen sind, wie etwa in Oberwart, wo eine Gedenkstätte entstanden ist, weil in der Nacht vom 4. auf den 5. Februar 1995 vier Angehörige der Volksgruppe der Roma nahe ihrer Wohnsiedlung in eine tödliche Sprengfalle gerieten.

 

Zum Schluss möchte ich einige Kritikpunkte zur Sprache bringen:

 

1. Die nationale und oftmals religiöse Vereinnahmung von Stätten der NS-Verbrechen und deren Instrumentalisierung für eine ‚österreichische antifaschistische Identitätsstiftung‘: Tatsächlich bekam Österreich durch die zentrale KZ-Gedenkstätte in Mauthausen einen wichtigen Ort für die politische Selbstdarstellung und für die eigene Inszenierung als Land, das sich den Opfern des NS-Terrors besonders verpflichtet fühlt. Das Gedenken in Mauthausen zu konzentrieren, heißt aber auch, die anderen Verbrechensorte an die Peripherie abzudrängen und sie der Vergesslichkeit der Republik zu überantworten, das heißt auch, dass Österreich als ‚Täterland‘ zunächst einmal völlig in den Hintergrund der Betrachtung tritt.

 

2. Gleichzeitig wurden an den Orten der Mauthausen-Nebenlager fast alle Spuren des mörderischen Geschehens getilgt. Das geschah nicht nur mit Hilfe der Natur, die sich die KZ-Areale zurückeroberte, sondern überwiegend durch Menschenhand und aus wirtschaftlichem Kalkül. Gebäude ehemaliger Außenlager wurden abgerissen oder wieder den ursprünglichen GrundbesitzerInnen zurückgegeben. Diese hatten meistens andere Interessen als ehemalige Stätten des SS-Terrors und des Leidens von KZ-Häftlingen zu erhalten oder kenntlich zu machen. Ehemalige KZ-Liegenschaften wurden von den Gemeinden planiert, parzelliert und mit Privathäusern und Siedlungen überbaut – so in St. Georgen an der Gusen, in Ebensee oder in Lackenbach, wo ein zentrales Konzentrations- und Durchgangslager für österreichische Roma und Sinti war.

 

3. Eine besondere Form des Spurenverwischens ist die Transformation von ursprünglichen Verbrechensorten in belehrende Gedenkorte mit Hilfe von modernen Zweckbauten. Das Beispiel des Strasser’schen Besucherzentrums in Mauthausen zeigt, dass dabei in erster Linie politische Überlegungen eine Rolle spielen. Die daraus resultierenden Versuche, das historische Denken einzugrenzen, hat Zygmunt Bauman als „gärtnerische Handlungsmuster“ bezeichnet; damit ist die Tendenz gemeint, die vielfältigen Möglichkeiten des Wahrnehmens von Spuren von NS-Verbrechen und des emotionalen Reagierens darauf in einen künstlichen, rational gestalteten Ordnungsrahmen zu pressen und sie durch gelenkte Informationsangebote zu kanalisieren.

 

Eine gegenläufige Intention verfolgen die meisten Erinnerungsinitiativen, die bei den ehemaligen Außenlagern von Mauthausen und an anderen Gedenkorten entstanden sind. Diese Initiativen gehen in der Regel auf private Vereine, auf lokale Geschichtswerkstätten und Aktionsgruppen der 1980er und 1990er Jahre zurück. Sie repräsentieren heute die österreichische Erinnerungskultur im ‚informellen Sektor‘ und stehen naturgemäß eher für eine Konfrontations- und Konfliktstrategie. Sie sind dabei vermutlich erfolgreicher bei der Wiederentdeckung der verborgenen und zugeschütteten Quellen kultureller Erinnerung als dies die offiziellen Gedenkstätten durch ihre Lenkungsmaßnahmen und Informationsangebote je sein können.

 

Das Erzählen von Einzelschicksalen, die sich an konkreten NS-Tatorten vollzogen haben, ist neben dem Verstehen von historischen Zusammenhängen deshalb so wichtig, weil es die einzige Form darstellt, die das Mitgefühl und die Identifikation mit dem einzelnen Opfer wecken kann. Diese Identifikation mit dem individuellen Schicksal ist eine pädagogische Schlüsselsituation, weil der Mangel an Identifikation und die Verweigerung von Mitgefühl zu den entscheidenden Ursachen gehören, die für das damals weit verbreitete Desinteresse an den Untaten der Nazis, für das gleichgültige Zuschauen und für das massenhafte Mittun verantwortlich waren.

 

Die narrative Wende in der Erinnerungsarbeit und die Forderung nach einer Dezentralisierung des Gedenkens sind auch deshalb so wichtig, weil wir es in Österreich oftmals immer noch mit einer ‚unterirdischen‘ NS-Kultur zu tun haben, die einen beachtlichen Raum im gesellschaftlichen Bewusstsein einnimmt und die den aktuellen rassistischen, antisemitischen und neonazistischen Tendenzen Rückenwind gibt. Verstärkt durch entsprechende politische Äußerungen und Maßnahmen, die fremdenfeindliche Ressentiments schüren, die auf Verunsicherung und Angst gegenüber Flüchtlingen, Asylsuchenden und MigrantInnen aufbauen, ist dieses ‚unterirdische‘ Orientierungsmuster bereits zu einem Alltagsphänomen geworden, das kaum mehr Empörung hervorruft.

 

In diesem Sinne geben die Strategien der Dezentralisierung des Gedenkens und der Personalisierung des Erinnerns Hoffnung, dass diese Initiativen – sofern sie sich gut und solidarisch vernetzen – irgendwann einmal auch ein maßgeblicher bildungspolitischer Faktor in der Gedenklandschaft Österreichs sein werden und auch entsprechende Förderungen und öffentliche Anerkennung erhalten.

 

 

Peter Gstettner

 

Univ.-Prof. Dr., Erziehungswissenschaftler an der Universität Klagenfurt/Celovec. Vorstandsmitglied beim Mauthausen Komitee Österreich und Memorial Kärnten/Koroška, http://loibl-memorial.uni-klu.ac.at. Im Herbst erscheint sein Buch Erinnern an das Vergessen im KITAB-Verlag Klagenfurt.