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Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten - Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück



Holt Sarah

Die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

Das Konzentrationslager Ravensbrück wurde 1938 neunzig Kilometer nördlich von Berlin, nahe der Gemeinde Fürstenberg an der Havel, errichtet. Ravensbrück war als einziges großes Konzentrationslager auf deutschem Gebiet als sogenanntes Schutzhaftlage für Frauen bestimmt. Im Mai 1939 wurden die ersten Häftlinge nach Ravensbrück überstellt und registriert. In den Jahren 1939 bis 1945 sind etwa 132.000 Frauen und Kinder, 20.000 Männer und 1.000 weibliche Jugendliche als Häftlinge registriert worden. Zehntausende Menschen wurden ermordet, starben an Hunger, Krankheiten oder durch medizinische Experimente. Im April 1945 wurde das Konzentrationslager Ravensbrück von der Sowjetischen Armee befreit. Nach der Befreiung nutzen die Sowjets Teile des ehemaligen Lagers als Kaserne. Allerdings bemühten sich ehemalige Häftlinge schon früh, einen Ort des Gedenkens zu schaffen. 

Am 12. September 1959 wurde die "Nationale Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück" als eine der drei nationalen Gedenkstätten der DDR eröffnet. 1960 entstand im Zellenbau, dem ehemaligen Lagergefängnis, das erster Lagermuseum. Überlebende aus verschiedenen Ländern Europas stifteten Erinnerungsstücke, Zeichnungen und Dokumente aus der Zeit ihrer Haft. In der ehemaligen SS-Kommandantur war ab 1984 als "Museum des antifaschistischen Widerstandes" die zentrale Dauerausstellung der Gedenkstätte untergebracht. Nach der deutschen Einheit wurde die Gedenkstätte stark umgestaltet: die alte Dauerausstellung wurde geschlossen und durch neue Ausstellung, etwa der Ausstellung über SS-Aufseherinnen in Ravensbrück, ersetzt. In den ehemaligen Aufseherinnenhäuser wurde 2002 die Internationale Jugendbegegnungsstätte eingerichtet. Viele Gruppen nehmen im Rahmen ihres Aufenthaltes eines der zahlreichen Mehrtagesprogramme, die von den Pädagogischen Diensten angeboten werden, wahr.

 

Hauptaufgabengebiete der Institution

Die Stiftung "Brandenburgische Gedenkstätten" ist eine vom Land Brandenburg und der Bundesrepublik Deutschland finanzierte öffentlich-rechtliche Stiftung, deren Aufgabe es ist, an Terror, Krieg und Gewaltherrschaft zu erinnern und den Opfern und Hinterbliebenen, insbesondere der Konzentrationslager Sachsenhausen und Ravensbrück, ein würdiges Gedenken zu ermöglichen.

Die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück ist als Einrichtung der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten eine der zentralen NS-Gedenkstätten in der Bundesrepublik Deutschland. Zu ihrem Aufgabenfeld zählt die Erhaltung und Neugestaltung des historischen Geländes, die Betreuung der Sammlung der Gedenkstätte - Archiv, Bibliothek, Depot, Fotothek und Mediathek - die die ideale Voraussetzung für die Forschung bietet, das Bereitstellen und Erarbeiten von Informations- und Lehrangeboten sowie Beiträge im Feld der internationalen wissenschaftlichen Forschung zu erstellen.

 

Aufgabenbereiche der_des Gedenkdienstleistenden

  • Assistenz der Abteilungsleitung und der Mitarbeiter_innen der Pädagogischen Abteilung
  • Aufbau, Vertiefung und Betreuung eines deutsch-österreichischen Bildungsprofils und Studienaustausches mit dem Schwerpunkt genderreflektierter Bildungsarbeit an der Gedenkstätte
  • Mitarbeit und Assistenz bei pädagoischen Programmen und Vorbereitung von Mehrtagesseminaren
  • Archivarbeit für die Ergänzung und Erschließung von themenbezogenen Quelleneditionen, Vervollständigung und Fortführung des Medienarchivs
  • Abteilungsübergreifende Mitarbeit in Archiv, Depot, Gedenkstättenleitung sowie bei Veranstaltungen
  • Unterstützung der Arbeiten des "Internationalen Freundeskreis Ravensbrück für die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück e.V."
  • Mitarbeit bei zeitweiligen Projekten

 

Anforderungen an die_den Gedenkdienstleistende_n

  • Erfahrung in der Arbeit mit Jugendlichen
  • Fähigkeit, selbstständig zu arbeiten
  • Erfahrung mit der Gestaltung und Durchführung von Workshops
  • selbstbewusstes Auftreten
  • Kommunikationsfähigkeit, Organisationstalent
  • Auseinandersetzung mit genderspezifischen Aspekten an Gedenkstätten
  • emotionale und psychische Belastbarkeit

 

Stadt/Land/Lebenssituation

Berlin ist eine beeindruckende Großstadt, in der man sich sehr schnell einlebt und zurechtfindet. Im Vergleich zu österreichischen Städten ist das Leben hier ein wenig günstiger. Berlin befriedigt jegliches Bedürfnis, sei es ein politisches, geschichtliches, musikalisches, kulturelles usw.

 

Wohnungsbedingungen und Lebenserhaltungskosten

Die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück liegt eine Fahrstunde von Berlin entfernt. Für die_den Gedenkdienstleiste_n besteht die Möglichkeit, in Berlin zu wohnen. Die täglichen Zugfahrten bieten viel Zeit zum Lesen. Die Wohnung muss sich die_der Gedenkdienstleiste selbst organisieren. Bestenfalls sollte die Suche bereits vor Dienstantritt beginnen, da die Wohnungssuche in Berlin sehr mühsam sein kann. Es bietet sich an, in der Nähe vom Bahnhof Gesundbrunnen zu wohnen, um so den Arbeitsweg ein wenig zu verkürzen. Wenn man das Glück hat, eine günstige Wohnung zu finden, sollten die Lebenserhaltungskosten kein Problem bereiten.

 

Literaturhinweise

 

Standardwerke zum Nationalsozialismus und Holocaust

  • Wolfgang Benz, Geschichte des Dritten Reiches, München 2000
  • Michael Wildt, Die Geschichte des Nationalsozialismus, Göttingen 2008
  • Wolfgang Benz, Der Holocaust, München 1995

Literatur zur Gedenkstättenpädagogik

  • Matthias Heyl, Erziehung nach Auschwitz. Eine Bestandsaufnahme. Deutschland, Niederlande, Israel, USA, Hamburg 1997
  • Till Hilmar (Hg.), Ort, Subjekt, Verbrechen. Koordinaten historisch-politischer Bildungsarbeit zum Nationalsozialismus, Wien 2012
  • Barbara Thimm, Gottfried Kößler, Susanne Ulrich (Hg), Verunsichernde Orte. Selbstverständnis und Weiterbildung in der Gedenkstättenpädagogik, Frankfurt am Main 2010

Literatur zur Geschichte des Konzentrationslagers Ravensbrück:

  • Germaine Tillion, Frauenkonzentrationslager Ravensbrück, Frankfurt am Main 2001
  • Claus Füllberg-Stolberg u.a. (Hrsg.), Frauen im Konzentrationslagern:  Bergen-Belsen, Ravensbrück, Bremen 1994
  • Grit Philipp, Kalendarium der Ereignisse im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück 1939 - 1945, Berlin 1999

 

Kontakt

Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück |Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten   

Straße der Nationen

D - 16798 Fürstenberg an der Havel

Tel.: +49 (0) 33093-603-85

Fax: +49 (0) 33093-603-29

E-Mail: info(at)ravensbrueck.de  

Web: www.ravensbrueck.de

 

Post aus... Fürstenberg an der Havel (von Florian Jordan)


Direkter Kontakt zum aktuellen Gedenkdienstleistenden

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