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Ausgabe 3/12


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Der Jahrgang 2012/13

Im August trat ein neuer Jahrgang Gedenkdienstleistender den Dienst an. Zwanzig junge Männer absolvierten bis zum Sommer alle Vorbereitungen erfolgreich und nahmen mittlerweile die Arbeit an ihren Einsatzstellen weltweit auf. Leider konnte der Verein GEDENkDIENST dieses Jahr keine einzige Frau entsenden: Trotz intensiver Bemühungen gelang es uns nicht eine Finanzierung aufzustellen und die Bundesregierung ist bis dato nicht bereit, Gedenkdienst für Frauen zu finanzieren.

 

Kurz vor Redaktionsschluss erreichte uns allerdings die äußerst erfreuliche Nachricht, dass die Zusage der Bundesregierung von vergangenem März, die zweite seit 2010 erfolgte Kürzung zurückzunehmen, nun umgesetzt wird. Die zweimalige Kürzung auf 8.100 Euro pro Kopf und Jahr - wovon allein an ASVG-Beiträgen circa 1.200 Euro zu entrichten gewesen wäre - hätte bedeutet, dass Gedenkdienstleistende mit rund 7.900 Euro Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten finanzieren hätten müssen.

Umso entschiedener möchten wir daher an dieser Stelle der Bundesregierung für die Rücknahme der Kürzungen danken. Die Zusage, die fehlenden 100.000 Euro für Gedenkdienst zur Verfügung zu stellen und damit den Großteil der Kürzungen für ein Jahr überwiegend zu kompensieren, ist ein deutliches Zeichen der Republik für die Wertschätzung von Gedenkdienst.

 

Wir wünschen den Gedenkdienstleistenden des Jahrgangs 2012/2013 alles Gute und viel Erfolg. Wir sind zuversichtlich, dass sie sehr gute Arbeiten leisten werden.

 

Johann Kirchknopf

 

 

Der Gedenkdienstjahrgang 2012/13

David Lion (Institut Theresienstädter Initiative, Prag), Sebastian Palasser (AFI Hogar Hirsch, Buenos Aires), Alexander Cortolezis (Hogar Villa Israel, Santiago de Chile), Fabian Türk (Anita Mueller Cohen Elternheim, Tel Aviv), Simon Reinsperger (Anne Frank Zentrum, Berlin), Benjamin Jaquemar (Anne Frank Stichting, Amsterdam), Alexander Plattner (Internationale Jugendbegegnungsstätte, Oświęcim/Auschwitz), Tobias Hötzer (Leo Baeck Institut, New York), Ivan Sierek (Vilna Gaon Jewish State Museum, Vilnius), Julius Höck (Budapester Holocaust Institut, Budapest), Michael Spiegl (Leo Baeck Institut, New York), Florian Jordan (Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück), Daniel Uhl (Yad Vashem,Jerusalem), Jakob Fahrner (Internationale Jugendbegegnungsstätte, Terezín/Theresienstadt), Max Rigaud (Ghetto Fighters’ House, Akko), Carl Pierer (La maison de la culture Yiddish/Bibliothèque Medem, Paris), Lukas Steiner (Scuola di Pace Monte Sole, Marzabotto), Matthias Jochum (Internationale Jugendbegegnungsstätte, Oświęcim/Auschwitz), Moriz Kopetzki (London Jewish Cultural Centre, London), Paul Kuglitsch (United States Holocaust Memorial Museum, Washington, DC).