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Ausgabe 3/12


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Roundtable Discussion: "Active Remembrance - Experiences and the Future"

Veranstaltung an der österreichischen Botschaft in Washington anlässlich des zwanzigjährigen Jubiläums von Gedenkdienst

 

Bereits seit 1993 entsendet der Verein GEDENKDIENST Freiwillige an Stellen in den Vereinigten Staaten, wo Gedenkdienstleistende in New York (Leo Baeck Institut (LBI)) Holcoaust-Überlebende interviewen und Washington, DC (United States Holocaust Memorial Museum (USHMM)), wo sie in historische Forschungsarbeit eingebunden werden. Anlässlich des zwanzigjährigen Bestehens des Gedenkdiensts lud Dr. Hans-Peter Manz, österreichischer Botschafter in den USA, am 23. Mai 2012 zu einer Diskussionsrunde unter dem Titel Active Remembrance – Experiences and the Future in die österreichischen Botschaft. Zur Veranstaltung wurden etwa 30 Personen eingeladen, um die Thematik aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten. Zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zählten etwa der Sonderbeauftragte für Holocaust-Angelegenheiten des US-Außenministeriums, Douglas Davidson, und der ehemalige US-Botschafter zur EU und Chefverhandler des Washingtoner Abkommens, Stuart Eizenstat. Vonseiten des österreichischen Nationalfonds nahm dessen Generalsekretärin, Hannah Lessing, an der Veranstaltung teil. Das USHMM, an welches seit neunzehn Jahren Gedenkdiener entsendet werden, wurde durch Peter Black (Senior Historian) und Christian Url (National Institute for Holocaust Education) vertreten. Auch Gerald Steinacher, Professor für Geschichte an der University of Nebraska zählte zu den Teilnehmenden. Das American Jewish Comittee (AJC) wurde durch die Direktorin des Regionalbüros Washington, Melanie Maron Pell, repräsentiert. Außerdem beteiligten sich mit George Czuczcka, Regina Espenshade, Kurt Heinrich und Margit Meissner einige Holocaust-Überlebende, welche seit Jahren in Kontakt mit Gedenkdienstleistenden in den USA stehen, an der Diskussion und brachten ihre persönlichen Erfahrungen ein. Vonseiten des Vereins GEDENKDIENST nahmen die Vorstandsmitglieder Johannes Breit und Philipp Selim sowie die aktuellen Gedenkdienstleistenden Patrick Gyasi, Christian Kilin (New York) und Andreas Flaig(Washington, DC) teil. Der Verein Österreichischer Auslandsdienst entsandte Matthias Humer, Florian Hansmann und Gabriel Lentner zur Veranstaltung.

 

Grundsätzliches Ziel der Diskussion war es, Herausforderungen, die nach zwanzig Jahren Gedenkdienst bestehen, aufzuzeigen und mögliche Lösungen für Probleme der Zukunft zu finden. Das Gespräch war aufgrund der verschiedenen Erfahrungen der TeilnehmerInnen sehr vielseitig und es wurden diverse Themen angesprochen – von Leistungen und Erfolgen in der Vergangenheit bis hin zu gegenwärtigen Schwierigkeiten und möglichen Problemen der Zukunft. Einig waren sich die TeilnehmerInnen bei der Wertschätzung der bisher vom Verein GEDENKDIENST geleisteten Bildungs- und Forschungsarbeit und sie betonten die Wichtigkeit des Fortbestands des Gedenkdiensts, auch nach dem zwanzigsten Jahrestag.

 

Andreas Flaig

Leistet 2011/12 Gedenkdienst am USHMM in Washington, DC und ist derzeit Vorstandsmitglied des Vereins GEDENKDIENST.