AuslandseinsatzHolocaust-EducationStudienfahrtenVereinLinks
Ausgabe 3/13


2016
2015
2014
2013
2012
2011
2010
2009
2008
2007
2006
2005
2004
2003
2002
2001
2000
1999
1998

Der Jahrgang 2013/14

Mitte August hat ein neuer Jahrgang Gedenkdienstleistender seinen Dienst an den jeweiligen Einsatzstellen begonnen. Insgesamt haben zwanzig junge Männer seit ihrer Auswahl an drei Vorbereitungsseminaren teilgenommen und sind nun weltweit in ihren Arbeitsfeldern tätig. Leider konnte der Verein GEDENKDIENST das zweite Jahr in Folge keine einzige Frau entsenden. Die Finanzierung von Einsatzstellen für Frauen hat wieder nicht funktioniert und deshalb bleibt die Entsendetätigkeit des Vereins leider für ein weiteres Jahr eine rein männliche Angelegenheit. Wir hoffen weiterhin darauf, dass die Bundesregierung die Notwendigkeit erkennt, den Gedenkdienst endlich auch für Frauen finanziell abzusichern.

 

Beim diesjährigen Jahrgang handelt es sich zudem auch um den am schlechtesten finanzierten Jahrgang aller Zeiten. Damit setzt sich ein Trend der letzten Jahre fort. Der kommende Jahrgang bekommt pro Kopf und Jahr 8.730 Euro an Fördergeldern. Somit erhalten sie fast 1.600 Euro weniger an Förderung als ihre Vorgänger, obwohl sich die Arbeitsfelder und Aufgaben kaum verändert haben. An ASVG-Beiträgen und vorgeschriebenen Versicherungen müssen davon rund 1.500 Euro bezahlt werden. Alle Gedenkdienstleistenden zusammen haben somit im Durchschnitt für ihre Tätigkeit an der Gedenkdienststelle etwa 7.200 Euro zur Verfügung. Damit müssen Reisekosten, Verpflegung, Unterbringung und andere Kosten des Aufenthalts getragen werden. Wir, der Verein GEDENKDIENST, hoffen, dass der Trend nicht weiter anhält und wir nächstes Jahr von einem besser finanzierten Jahrgang berichten können.

 

Trotzdem wünschen wir allen Gedenkdienstleistenden des Jahrgangs 2013/2014 alles Gute und viel Erfolg!

 

Der Jahrgang 2013/14:

 

Max Böck (AFI Hogar Hirsch, Buenos Aires), Fritz Kainz (United States Holocaust Memorial Museum, Washington, DC), Ruben Braunschmid (Leo Baeck Institut, New York), David Haunschmid (Anne Frank Zentrum Berlin), Laurin Hofmeister (Institut Theresienstädter Initiative, Prag) Alexander Braml (Scuola di Pace di Monte Sole, Marzabotto), Max Wehsely (Ghetto Fighters‘ House, Akko), Franz Untermarzoner (Internationale Jugendbegegnungsstätte, Oświęcim/Auschwitz), Paul Grabenberger (Anne Frank Stichting, Amsterdam), Christian Hanl (Internationale Jugendbegegnungsstätte, Terezín/Theresienstadt), Issak Lee (Anita Mueller Cohen Elternheim, Tel Aviv), Marvin Tauchner (Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück), Arduin Findeis (Yad Vashem, Jerusalem), Sebastian Hager (Vilna Gaon State Jewish Museum, Vilnius), Alexander Burger (Leo Baeck Institut, New York) Andreas Pigl (Budapester Holocaust Institut, Budapest), Laurenz Holcik (Internationale Jugendbegegnungsstätte, Oświęcim/Auschwitz), Philipp Bohatschek (Hogar Villa Israel, Santiago de Chile), Benjamin Preclik (London Jewish Cultural Centre, London), Jakob Hartmann (Etz Hayyim Synagoge, Chania)

 

 

Sassan Esmailzadeh

 

leistete 2011/2012 Gedenkdienst am Anne Frank Zentrum Berlin, ist seit 2012 Mitglied im Vorstand des Vereins GEDENKDIENST und studiert Deutsch und Geschichte (Lehramt) an der Universität Wien