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Ausgabe 4/13


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Post aus... Chania

Chania, Ende Oktober 2013

 

Als ich vor mehr als zwei Monaten auf Kreta in der Stadt Chania angekommen bin, war es eine ganz neue Erfahrung für mich, in einem anderen Land mit einer anderen Sprache zu leben. Ich hatte bereits andere Länder bereist, aber ich war noch nie in Griechenland gewesen. Bei meiner Ankunft sprach ich kein Griechisch, doch das hat sich inzwischen geändert. Am Flughafen wurde ich von Alexander, dem Sekretär der Synagoge Etz Hayyim, meiner zukünftigen Arbeitsstelle, abgeholt. Am Abend meiner Ankunft lernte ich dann meine Arbeitskollegen und -kolleginnen kennen. Das waren meine ersten Kontakte zur Einsatzstelle.

 

Mehr als zwei Monate später sitze ich gerade im Schatten eines Olivenbaums im Vorhof der Synagoge und lasse die Eindrücke der vergangenen Monate Revue passieren. Nicht nur ich musste mich einleben, sondern auch für meine Arbeitskollegen und -kolleginnen war es eine völlig neue Situation, da ich der erste Gedenkdienstleistende an dieser Einsatzstelle bin. Meine Aufgaben sind unter anderem die Betreuung von Besuchern und Besucherinnen sowie die Mitarbeit in der Bibliothek und kleineren Projekten.

 

Mittlerweile hat sich alles gut eingespielt und es herrscht eine tolle Atmosphäre. Trotz dieser kurzen Zeit habe ich Chania schon in mein Herz geschlossen – die alten Häuser, die schmalen Gassen, das Meer. Und dennoch gibt es so vieles, das ich noch nicht gesehen habe, doch dafür habe ich noch Zeit. Vor mir steht noch fast ein Jahr voller Herausforderungen und neuen Erfahrungen. Ich bin mir sicher, dass mich die Erlebnisse und Begegnungen dieser Zeit noch lange begleiten werden.

 

 

Jakob Hartmann