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Ausgabe 4/13


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Hunger, Gewalt, Bürgerkrieg

Die Okkupation Griechenlands durch das Deutsche Reich

 

Im August 1942 reiste der 24-jährige Leutnant der Wehrmacht Kurt Waldheim in das vom Deutschen Reich besetzte Griechenland. Frisch vom Abschluss eines ‚Vergeltungsfeldzuges‘ gegen jugoslawische Partisanen kommend, trat er seinen Posten als Mitglied im Generalstab des Armeeoberkommandos in Saloniki an. Mit Unterbrechungen, wo er als Verbindungs- bzw. Nachrichtenoffizier diente, war Waldheim u.a. für Feindaufklärung, also Partisanenbekämpfung, zuständig.

 

44 Jahre später sollte es nicht möglich sein, ihm individuelle, juristische Verantwortung für Kriegsverbrechen oder Verbrechen gegen die Menschheit während seines Wehrmachtsdienstes am Balkan nachzuweisen. Doch auch wenn die Frage nach individueller Schuld eines österreichischen Bundespräsidenten von politischer und juristische Relevanz war und ist, offenbart die Debatte rund um Kurt Waldheims Schuld ein fehlendes Verständnis für den Charakter der NS-Herrschaft. Waldheim mag keine Chancen gehabt haben, sich an Erschießungen zu beteiligen, doch die nationalsozialistische Okkupation des Balkans, die er durch seine aktive Tätigkeit mithalf aufrecht zu erhalten, zeigt, dass im vom Deutschen Reich besetzten und kontrollierten Europa die herkömmliche Entscheidung zwischen krimineller und rechtmäßiger Aktivität nicht gültig war.

 

Bisher weniger erforscht als die Okkupation von Polen, Frankreich oder der Sowjetunion, ist die deutsche Okkupation Griechenlands ein historisches Fallbeispiel für die verheerenden Auswirkungen des NS-Imperialismus und die Beteiligung der Wehrmacht an NS-Verbrechen, bedingt durch ihren hohen Grade der Identifikation mit der Ideologie und den Zielen des nationalsozialistischen Regimes. Im Falle Griechenlands besonders problematisch sind die Konsequenzen des Ineinandergreifens von NS-Okkupationspolitik und der beginnenden Kalten-Kriegs-Politik, die das Land zum Teil bis heute prägen. Eine der größten Hungerkatastrophen des 20. Jahrhunderts, brutale Gewalt, wirtschaftliche Ausbeutung und neue und radikalisierte gesellschaftlich-politische Schismen griffen ineinander und hinterließen eine Gesellschaft, die sich im Anschluss an ihre Befreiung von deutscher Okkupation tief gespalten im Bürgerkrieg und im Fokus früher Kalter-Kriegs-Politik wiederfand. Auch wenn Griechenland sich inzwischen zu einer funktionierenden Demokratie europäischen Vorbilds gewandelt hat, ist es wenig überraschend, dass gewisse Nachwirkungen vor allem im Bezug auf die gesellschaftliche Spaltung und das gegenseitige Misstrauen zwischen Rechts und Links bis heute relevant sind.

 

Die Führung des Deutschen Reichs hatte die Besetzung Griechenlands – ungleich der Frankreichs oder Polens – nicht von langer Hand geplant. Die militärische Invasion Griechenlands und Jugoslawiens ist zurückzuführen auf eine relativ plötzlich entstandene politische und militärische Notwendigkeit. Denn der Achsenpartner Italien hatte 1941 einen nur schlecht organisierten Feldzug gegen Griechenland begonnen. Unzureichende Vorbereitung und das Fehlen klar definierter Ziele führte dazu, dass es griechischen Truppen gelang, das italienische Militär über griechische Grenzen hinaus nach Albanien zurückzudrängen. Die Reichsführung, die italienischer Unterstützung für den geplanten Feldzug in der Sowjetunion wollte, entschied sich daraufhin, zu intervenieren.

 

Im April 1941 marschierten Truppen der Wehrmacht nach einer kurzen Kampagne in Griechenland ein. Im Kontext des bevorstehenden Angriffs gegen die Sowjetunion war das Interesse am Aufbau einer politischen Ordnung äußerst gering. Die Planungen für ein nationalsozialistisches Europa inkludierten den Balkan ausschließlich als Rohstofflieferant für die deutsche Kriegswirtschaft. Die deutschen Verantwortlichen setzten dies nach der Okkupation Jugoslawiens und Griechenlands in Form einer radikalisierten „Politik der Enteignung und Plünderung“1 einfach fort. Das Interesse der Wehrmachtsbefehlshaber Südost, die, wegen Kriegsverbrechen verurteilten, Wilhelm List, Walther Kuntze und Alexander Löhr, oder der deutschen Gesandten des Auswärtigen Amtes, Günther Altenburg und ab 1943 Kurt-Fritz von Graevenitz, galt im Großen nicht der Schaffung einer für sie vorteilhaften politischen Ordnung in Griechenland, sondern einer möglichst optimierten Nutzung griechischer Nahrungsmittel und Rohstoffe für das Deutsche Reich.

 

Die Frage der Versorgung der deutschen Bevölkerung mit Nahrungsmitteln hatte für die politischen Verantwortlichen hohen Stellenwert. Eine Situation wie die im Ersten Weltkrieg, als Hunger zum Ausbruch sozialer Unruhen führte, sollte um jeden Preis vermieden werden. Die Konsequenzen dieser politischen Priorität sind vor allem durch den so genannten ‚Hungerplan‘ für die Sowjetunion bekannt, betrafen aber auch Griechenland in massivem Ausmaß. Nicht nur entschieden sich die Planer der Okkupation in Berlin dafür, Nahrungsmittel aus Griechenland in großen Mengen ins Deutsche Reich abzutransportieren, ebenso einigte sich das Oberkommando der Wehrmacht darauf, die Truppen in Griechenland nicht mit eigenen Reserven zu versorgen, sondern im Land mit griechischen Nahrungsmitteln zu ernähren.

 

Die Konsequenzen waren katastrophal. Die durch den Krieg schon empfindlich gestörte Ernte wurde durch die deutsche Politik noch weiter verkleinert und reichte nicht mehr aus, um die urbanen Zentren Griechenlands zu versorgen. Hortung, Hamsterkäufe, der durch deutsche Übernahme und Beschlagnahmung von Betrieben verursachte Mangel an Rohmaterialien und die daraus resultierende Arbeitslosigkeit, kombiniert mit der durch all diese Phänomene hervorgerufene Inflation, führte zu einer der größten Hungerkatastrophen Europas im 20. Jahrhundert. Schon im Winter 1941/42 waren vor allem die Regionen um Athen und Saloniki stark betroffen. Menschen kollabierten vor Hunger auf den Straßen und Mangelkrankheiten, wie Tuberkulose oder auch die Grippe, rafften tausende Menschen dahin. Die Anzahl an Todesfällen begann schnell die Geburtsrate um ein weites zu überschreiten und die Lebenserwartung von Neugeborenen sank dramatisch. Alleine in der Athen-Piräus Region starben im Winter 1941/42 über 50.000 Menschen. Während die Gesamtzahl jener, die an den verheerenden Folgen der deutschen Politik verstorben sind, bis heute unbekannt ist, belaufen sich Schätzung des Internationalen Roten Kreuzes auf 250.000 bis 300.000 Tote im Zeitraum von 1941 bis 1943, als die britische Regierung ihre Blockade Griechenlands lockerte und Nahrungsmittellieferungen des Internationalen Roten Kreuzes zuließ.

 

Hunger hat politische und soziale Konsequenzen. Der britische Historiker Mark Mazower umreißt dies folgendermaßen: „Its psychological dimensions were at least as important for future developments during the occupation as the death toll itself. The hell of that winter marked the consciousness of all those who lived through it, changing them mentally, morally, and politically.“2

 

Durch die massive Vertiefung von Klassengegensätzen, den kompletten Vertrauensverlust in den noch vorhandenen griechischen Staat und die stark gesteigerte Bereitschaft zu Verhaltensweißen, die ohne den Hunger als zu gefährlichen erschienen wären, fegte die deutsche Hungerpolitik die politische Vorkriegslandschaft Griechenlands hinfort und trieb tausende in die Arme des bewaffneten Widerstandes gegen die Okkupation.

 

Die politische Vorkriegslandschaft Griechenlands war durch den Konflikt zwischen der republikanisch und der royalistisch gesinnten Oligarchie geprägt gewesen. Politische Kräfte, die anderswo in Europa von großer Bedeutung waren, wie z.B. die Kommunistische Partei, galten hier als marginalisiert. Soziale Massenmobilisierung spielte in dem auf Klientelpolitik aufgebauten System keine Rolle. Dies änderte sich mit der Okkupation und der Hungersnot. Durch Hunger verstärkte Klassenunterschiede und das Versagen der politischen Vorkriegselite in Form der griechischen Marionettenregierung, gelang es vor allem der Griechischen Kommunistischen Partei (KKE) politisches Kapital zu schlagen. Vor allem erste verhaltene öffentliche Proteste und ein im geringen Umfang erfolgreiches Ernährungsprogramm trugen dazu bei, dass die Partei Rückhalt in der Bevölkerung aufbauen konnte. Die von der KKE im September 1941 gegründete Nationalen Befreiungsfront (EAM), die sich im Einklang mit Moskauer Anordnungen aber nicht als kommunistisch, sondern als nationale Befreiungsbewegung verstand, und die zu ihr gehörenden Nationalen Befreiungsarmee (ELAS) gelang innerhalb kürzester Zeit ein „meteorhafter Aufstieg“3. So konnte bereits Mitte 1942 mit dem bewaffneten Widerstand gegen die deutsche Okkupation im großen Stil begonnen werden. Innerhalb eines Jahres gelang es EAM/ELAS die Mitgliederzahlen auf über 10.000 zu erhöhen und signifikante Gebiete in Griechenland von deutscher und italienischer Truppenpräsenz zu befreien.

 

Die deutsche Reaktion auf den Erfolg von EAM/ELAS ist ein eindeutiger Beweis nicht nur für die starke Beteiligung der Wehrmacht an den nationalsozialistischen Verbrechen, sondern auch für die tiefe Durchdringung der Armee mit nationalsozialistischer Ideologie. Der in Griechenland 1943 verantwortliche Befehlshaber Generalleutnant Alexander Löhr – vormals Offizier im österreichischen Bundesheer – entschied sich, die brutalen Taktiken der ‚Bandenbekämpfung‘, die schon in der Sowjetunion und Jugoslawien angewendet worden waren, auch in Griechenland einzuführen. Während die im Zuge der ‚Bandenbekämpfung‘ angewandten Maßnahmen wie Geiselerschießungen oder das Zerstören von Dörfern in der deutschen Armee eine gewisse Tradition hatte, waren es vor allem das Ausmaß und die Rechtfertigung dieser Maßnahmen, die in einem spezifisch nationalsozialistischen Kontext zu verstehen sind. Verstärkt durch Truppen von der Ostfront und aus Jugoslawien begann die Wehrmacht in Griechenland in groß angelegten Operationen in Gebieten mit EAM/EALS Präsenz, Dörfer niederzubrennen und Geiselerschießungen als Vergeltungsmaßnahme für Angriffe auf Wehrmachtstruppen oder –einrichtungen durchzuführen. Zwischen 1943 und 1945 brannte die Armee des Deutschen Reiches über eintausend Dörfer nieder, plünderten und zerstörten die Wohnungen und Häuser von Millionen von Menschen und ermordeten über 20.000 Zivilistinnen und Zivilisten. Verantwortliche wie List oder Löhr rechtfertigen ein solches Vorgehen dadurch, dass sie davon sprachen, die Mitglieder der Wehrmacht hätten es hier nicht mit dem ‚griechischen Volk‘ der Antike zu tun, sondern mit „Balkan-Wilden und kommunistischen Fanatikern, die nicht fähig zu zivilisiertem Verhalten seien“4. Die angeführte Legitimation und auch Sprache der Wehrmachtsbefehle im Bezug auf die ‚Bandenbekämpfung‘ ist fest verankert im nationalsozialistischen Weltbild. Der Rückgriff sowohl auf das vom NS-Regimepropagierte völkisch-rassistische Bild des Slawen als auch die massive Anwendung von im NS-Staat etablierten Stereotypen gegen so genannte ‚Asoziale‘, ‚Delinquenten‘ und ‚den Tod erdienende Kriminelle‘ lassen den Rückschluss zu, dass die NS-Ideologie sowohl in den oberen als auch unteren Offiziersrängen weit verbreitet war und ihre Wirkung nicht verfehlte.

 

Nur am Rande soll die ebenso wichtige Rolle der Wehrmacht bei der Vorbereitung und Erleichterung der Enteignung und Deportation der griechischen Jüdinnen und Juden erwähnt werden. Besonders in Griechenlands größter jüdischer Gemeinde Saloniki war es die Wehrmacht, die vor der Ankunft von Adolf Eichmanns Gesandten, Dieter Wisliceny und Alois Brunner, im Februar 1943 aus eigener Initiative jüdische Männer zur Zwangsarbeit heranzog. Nach der Ankunft von Brunner und Wisliceny erhielten diese aktive Mithilfe der Wehrmacht und konnten so die Deportation von 50.000 Jüdinnen und Juden aus Saloniki nach Auschwitz organisieren. Nur ca. 2.000 dieser Deportierten überlebten. Ähnlich in anderen Städten und Regionen Griechenlands, wo innerhalb sehr kurzer Zeit und unter aktiver Mithilfe der Wehrmacht weitere ca. 10.000 Jüdinnen und Juden in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert wurden.

 

Trotz und wegen der deutschen Brutalität erhielt EAM/EALS immer mehr Zulauf und die Mitgliederzahlen stiegen bis 1944 auf über 100.000 an. Gleichzeitig schaffte es die Widerstandsorganisation auch, immer mehr Gebiete zu befreien. In diesen Gebieten etablierten Kader der Organisation eine neue gesellschaftliche-politische Organisationsform, die zu einem großen Teil auf der sozialistischen Ideologie der tonangebenden KKE aufbaute wurde, trotz gegenteiliger Befehle aus Moskau und zum Teil auch durch die Anwendung von Gewalt. Die Konsequenz hieraus war eine massive Vertiefung politischer Gräben, auch innerhalb des Widerstandes. Die britische Regierung, die Griechenland ihrem Einflussbereich zurechnete, hatte anfangs die nicht kommunistische Nationale Republikanische Griechische Liga (EDES) unter dem ehemaligen Armeeoffizier Napoleon Zervas unterstützt. Da sich EDES aber durch den ansteigenden Zulauf von Vertretern der griechischen Vorkriegsordnung, die am Ende des Krieges auf der richtigen Seite stehen wollten, und durch britische Einflussnahme immer mehr in eine rechte anti-kommunistische Richtung entwickelte und sich durch den Erfolg von EAM/ELAS bedroht sah, eskalierten nach anfänglichen gemeinsamen Operationen die Spannungen 1943. Die so genannte erste Runde des Bürgerkriegs wurde dadurch eingeleitet, dass EDES in ihrer Angst um Einfluss sich dem Deutschen Reich zuwandte und Zervas im Oktober 1943 mit den deutschen Besatzungsbehörden Kontakt aufnahm und einen Waffenstillstand aushandelte. So konnte er sich auf die Bekämpfung der kommunistischen Rivalen konzentrieren. Sie hatten die offene Unterstützung der Briten verspielt; trotz deutscher Waffenlieferungen ging EDES als Verlierer aus dieser ersten Runde hervor. Sie musste sich 1944 auf ca. 2.000 Mitglieder reduziert, vorerst geschlagen geben.

 

Im Oktober 1944, demselben Monat in dem die Wehrmacht sich aus Griechenland zurückzog, handelten Winston Churchill und Joseph Stalin auf der Konferenz von Jalta die europäischen Einflusssphären aus. Griechenland wurde hier dem Westen zugeschlagen. EAM/ELAS hatte die Befreiung Griechenlands fast alleine getragen. Mit dem Rückzug der Wehrmacht rückten nun britische Truppen in Griechenland ein. Die britische Regierung beschloss anti-kommunistische politische Bewegungen aufzubauen und etablierte eine neue Regierung hauptsächlich bestehend aus Militärs, EDES und anderen rechtsgerichteten Kräften. Dies verschärfte den schon während der Okkupation entstandenen politischen Konflikt. Zur Eskalation kam dieser schließlich im Dezember 1944 in der Schlacht um Athen, in der sich ELAS und britische Truppen einen mehrtätigen Kampf um die Kontrolle der Hauptstadt lieferten. Die Briten vertrieben ELAS aus Athen. Obwohl in weiterer Folge im Februar 1945 ein Abkommen über Entwaffnung und politische Partizipation von EAM/ELAS abgeschlossen wurde, eskalierten die Spannungen abermals, als die KKE die Parlamentswahlen 1946 boykottierte, da ihrer Meinung nach die Regierung zu wenig zur Bestrafung von NS-Kollaborateuren unternahm. Die Entscheidung zum Boykott trug zu einer weiteren Verhärtung der Fronten bei und Teile der EAM/EALS schlossen sich zur Demokratischen Armee Griechenlands zusammen, welche die rechte Regierung in Athen bekämpfte. Der Bürgerkrieg von 1946 bis 1949 machte Griechenland zu einem der ersten Schauplätz des Kalten Krieges. Die britischen und amerikanischen Regierungen unterstützten nicht nur die rechte Regierung in Athen, sondern nahmen dies als Anlass für die Verlautbarung der so genannten Truman Doktrin. Diese sagte jedem Regime, das gegen kommunistische Bewegungen vorging, westliche Unterstützung zu.

 

Ohne die Unterstützung Moskaus war die Niederlage linker Kräfte ab einem gewissen Zeitpunkt unabwendbar. Mit dem Ende des Bürgerkrieges begann 1949 eine Zeit der rechten Regierungen, die linke Kräfte aktiv verfolgte und Angst vor dem Kommunismus schürte. Es ging so weit, dass nach der langsamen Rückkehr der sozialdemokratischen Partei in das politische Spektrum 1967 das Militär mit der Rechtfertigung putschte, gegen den Kommunismus vorzugehen. Die Okkupation durch die Wehrmacht hatte katastrophale Konsequenzen für Griechenland. Tausendfacher Tod, Hunger, Gewalt und politische Radikalisierung habe tiefe Spuren in der griechischen Gesellschaft hinterlassen, die sich sowohl in der Nachkriegsentwicklung ausdrückten als auch zum Teil bis heute nachwirken. Umso dringender erscheint es deshalb auch durch weitere Forschung inner- und außerhalb Griechenlands zu einer verstärkten Aufarbeitung und Beschäftigung mit der Besatzung und ihren Folgen beizutragen.

 

 

Johannes Breit

 

leistete 2008/09 Gedenkdienst am United States Holocaust Memorial Museum (USHMM), studierte an der Universität Wien Geschichte und inzwischen in Berlin; er befasst sich mit den Themen NS-Zwangsarbeit, Sozial- und Arbeitspolitik des ‚Dritten Reiches’ sowie visual history

 

 

1 Mark Mazower, Inside Hitler’s Greece. The Experience of Occupation 1941-1945, New Haven 2001, 26.

2 Ebd., 41.

3 Ebd., 97.

4 Ebd., 159.