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Ausgabe 4/13


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Besetzungswechsel im Projekt studienfahrten.at und in der Zeitung GEDENKDIENST

studienfahrten.at

 

 

Der Verein GEDENKDIENST verabschiedet Till Hilmar

 

Etwas, das den Verein GEDENKDIENST neben seinen Zielen, Idealen und seiner guten Arbeit so besonders macht, sind die Menschen mit denen man zusammenarbeitet, sich anfreundet, Spaß hat und die dazu inspirieren, diese Arbeit zu machen.

 

Till Hilmar ist einer dieser besonderen Menschen. 2007/08 Gedenkdienstleistender an der Jugendbegegnungstätte Theresienstadt, 2008/09 Mitglied des Vorstandes des Vereins und von 2009 bis 2013 Leiter des Projekts studienfahrten.at, verließ Till das GEDENKDIENST-Büro in Wien-Margareten diesen Sommer, um sein Doktoratsstudium an der Yale University in New Haven zu beginnen.

 

Der Verein und seine Mitglieder haben ihm viel zu verdanken. Till ist ein guter Freund, der durch seine besonnene und offene Art, seine Gelassenheit und seinen Humor sehr viel zu der angenehmen Atmosphäre und zur guten Arbeit des Vereins beigetragen hat.

 

Als Leiter des Projekts studienfahrten.at hat er unermüdlich Anträge für die Finanzierung des Projektes geschrieben, Abrechnungen gemacht, Kontakte geknüpft und das Projekt vorangetrieben. Es ist unter anderem auf seine hervorragende Arbeit zurückzuführen, dass es eines der Aushängeschilder des Vereins GEDENKDIENST ist.

 

Deswegen im Namen des gesamten Vereins ein großes Dankeschön an Till Hilmar für die langjährige ausgezeichnete Arbeit, das unermüdliche Engagement und die gute Freundschaft. Zwar vermissen wir dich, aber wir freuen uns gleichzeitig über die ungeahnten Möglichkeiten, die dir jetzt an der Yale University offenstehen.

 

Viel Glück und viel Erfolg!

 

Johannes Breit

 

 

Schlüsselübergabe im Studienfahrten-Büro

 

Ein Sommerloch tritt im GEDENKDIENST- Büro äußerst selten auf. Zwar nutzen die Mitarbeitenden die kurze Phase zwischen letztem Vorbereitungsseminar und Dienstantritt des neuen Jahrganges oft, um die Beine in die Alte Donau baumeln zu lassen, doch auch in diesem Sommer lief die Klimaanlage oft bis zum späten Abend. Grund dafür war die Übergabe der laufenden Projektleitung des Projekts studienfahrten.at von Till Hilmar an Magdalena Rest.

 

Die Projektleitung umfasst mehr als administrative Büroarbeit. Nicht nur die vielen ehrenamtlichen Mitarbeitenden sollen eingebunden sein, auch gilt es, die wissenschaftlich-fundierte Auseinandersetzung mit dem Konzept der studienfahrten.at weiter fortzuführen und neu zu orientieren. Magdalena hat in dieser Hinsicht bereits mit ihrer Diplomarbeit an der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien zu Materialität und „Gedächtnis“. Die Arbeit einer Gedenkstätte am Beispiel des Verein Zeitgeschichte Museum und KZ-Gedenkstätte Ebensee eine beeindruckende Arbeit vorgelegt.

 

Ich möchte an dieser Stelle meinen persönlichen Dank an Magdalena richten, dass sie sich der Aufgabe angenommen hat, den Prozess der Weiterentwicklung unserer bildungstheoretischen sowie praktischen Ansätze gemeinsam mit der Arbeitsgruppe studienfahrten.at zukünftig zu (beg)leiten. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit – auch während der Sommerlöcher, egal ob an der Alten Donau, unter der Klimaanlage oder mit einem Eis in der Hand.

 

Adalbert Wagner

 

 

Zeitung GEDENKDIENST

 

 

Wechsel in der Zeitungsredaktion

 

Die Leitung eines seit vielen Jahren laufenden Projekts zu übernehmen erfordert Mut. Insbesondere, wenn es sich um eine Zeitung mit intellektueller StammleserInnenschaft handelt. Kommen zum Mut noch Kreativität, Sachkenntnis, Teamgeist und Hartnäckigkeit, erblüht dieses Projekt so wie GEDENKDIENST in Regie von Adina Seeger (März 2010 bis Februar 2013) und Philipp Selim (März 2011 bis Februar 2013).

 

Die beiden führten die aktuelle Organisationsform der Zeitung ein und richteten eine jährliche Klausur der Redaktion aus. Sie brachten es so gleichermaßen fertig, die alltäglichen Mühen des Zeitungmachens auf die soliden Beine einer ständigen Arbeitsgruppe zu stellen und allen Interessierten aus dem Vereinsumfeld den Einstieg in die unmittelbare Mitarbeit so attraktiv wie möglich zu machen.

 

Adina und Phil trugen mit ihrer Strategie auch wesentlich zu einem in unserer wie in vielen vergleichbaren NGOs langwierigen und aufwendigen Vorhaben der Professionalisierung des Außenauftritts, unter anderem durch Kodifizierung eines Richtlinienkatalogs für Textprodukte, bei. Dass sie diese Herausforderungen im Rahmen ehrenamtlichen Engagements meisterten ohne sich dabei zu Kompromissen bei der inhaltlichen Qualität hinreißen zu lassen, bleibt ihr Vermächtnis.

 

Die ehemalige Chefredakteurin und der ehemalige Chefredakteur haben nun ein neues Projekt außerhalb des Vereinslebens begonnen. Ihre Rollen in der redaktionellen Betreuung von GEDENKDIENST übernahmen Jutta Fuchshuber und Sarah Knoll, wozu ich sie und uns beglückwünsche.

 

Matthias Kopp

 

 

Haben Sie’s schon bemerkt?

 

Neuerdings stehen zwei andere Namen unter dem Editorial. Sarah Knoll und Jutta Fuchshuber haben von der Leserinnen-Seite den Schritt hinter die Kulissen gewagt und leiten seit Sommer 2013 das Redaktionsteam der Zeitung GEDENKDIENST. Hier können sie auf viel Erfahrung der ,Alten Hasen‘ aufbauen, auch wenn Adina Seeger und Philipp Selim die wunderbar eigespielte Arbeitsgruppe leider verlassen haben.

 

Die beiden Zeithistorikerinnen aus Wien bringen nicht nur die Bereitschaft mit, ehrenamtlich die strukturierte und langfristige Koordinationsarbeit zu tragen, sondern auch die Motivation und Vision, das Format der Zeitung stetig weiterzuentwickeln. Sarah und Jutta kennen die Notwendigkeit des akribischen Arbeitens und des Beharrens im stundenlangen aufspüren von in Verstoß geratenen Enteignungsakten im Österreichischen Staatsarchiv, denn die beiden verbindet auch ihre wissenschaftliche Auseinandersetzung mit NS-Enteignungspolitik und -praktiken. Sarah hat den Master Zeitgeschichte in Greifweite. Sie forscht zu ,Arisierung‘ im Kontext des Wiener ,Wurstelpraters‘. Jutta hat im vergangenen Jahr ihr Geschichtestudium mit einer Diplomarbeit zu Unter Zwang enteignet. ,Arisierungen’ und ,Liquidierungen’ von Handelsunternehmen in Österreich von 1938 bis 1945 erfolgreich abgeschlossen. Die g’standene Barça-Anhängerin und die Jamie Oliverin aus Simmering stellen sich in den kommenden Ausgaben, unterstützt von Johann Kirchknopf und Lukas Dünser (Redaktionsteam), den Herausforderungen redaktioneller Arbeiten und werden den Weg der großen Fußstapfen weitergehen.

 

Linda Erker und Adalbert Wagner