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Ausgabe 3/14


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Der Jahrgang 2014/2015

Im August hat ein neuer Jahrgang den Gedenkdienst angetreten. Innerhalb von acht Monaten absolvierten die Ausgewählten drei Seminare, in denen sie auf ihren Dienst vorbereitet wurden. Die Seminare sind nicht nur zur inhaltlichen Weiterbildung gedacht, sondern auch zur stellenspezifischen Vorbereitung auf das Gedenkdienst-Jahr sowie um technische Details zu klären. Mittlerweile sind alle Gedenkdienstleistenden an ihren Einsatzstellen angekommen.

 

Auch der Jahrgang 2014/2015 ist mit zwanzig Männern besetzt. Weiterhin werden von staatlicher Seite nur zivildienstpflichtige Männer als Gedenkdienstleistende gefördert und der Verein konnte auch heuer wieder keine Frau entsenden. Die finanzielle Situation der Gedenkdienstleistenden bleibt auch in diesem Jahr prekär. Durchschnittlich bekommt jeder von ihnen 9.000 Euro für den gesamten Zeitraum von 12,5 Monaten. Das bedeutet eine leichte Steigerung zum letzten Jahr, der langjährige Abwärtstrend der Fördersumme bleibt allerdings bestehen. Ohne zusätzliche Finanzierung, meist durch Eltern, ist das Auslandsjahr für viele nicht leistbar. Gedenkdienst bleibt somit eine Form des Zivilersatzdienstes, zu dem ein großer Teil von Interessierten aus ökonomischen Gründen keinen Zugang hat.

 

Wir sind stolz, dass wir zwanzig so talentierte, junge Gedenkdienstleistende in zwölf verschiedene Länder aussenden durften. Sie werden großartige Arbeit leisten und an den Einsatzstellen eine wichtige Stütze sein, wie viele Gedenkdienstleistende vor ihnen. Wir wünschen allen einen guten Start und ein eindrucksvolles sowie abwechslungsreiches Jahr!

 

Michael Spiegl