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Ausgabe 3/15


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Post aus... Arbeitsgruppe DidaktikWerkstatt

Die DidaktikWerkstatt wurde im Oktober 2009 als statutarische Arbeitsgruppe gegründet und fügt sich gut in eine neue Ausrichtung und thematische Schwerpunktsetzung des Vereins GEDENKDIENST ein, die sich für diesen Zeitraum beobachten lässt. Im gleichen Jahr wurde auf der Generalversammlung der Beiname des Vereins geändert. Aus Holocaust Education wurde historisch-politische Bildungsarbeit. Die Vorbereitungen für die Tagung Gedächtnis-Verlust? Geschichtsvermittlung und -didaktik in der Mediengesellschaft liefen an und der erste Jahrgang der Guide- Ausbildung des Studienfahrten-Projekts begann mit seiner Arbeit.

 

Vor allem diese Guides waren es, welche die DidaktikWerkstatt zum einen als theoretisch-reflexive Begleitung zu Studienfahrten und zum anderen als Plattform für vereinsinterne pädagogisch-politische Grundsatzdiskussionen etablierten. Darüber hinaus war bald klar, dass es in Österreich vermehrt Bedarf an außerschulischen VermittlerInnen zu historisch- politischer Bildung gab, woraus mehrere Workshops entstanden, die der Verein in weiterer Folge anbieten konnte.

 

In gewisser Weise ähnelt die jetzige Situation der von 2009. Ein neuer Guide-Jahrgang wird bald die Ausbildung beenden. Das kürzlich beschlossene Freiwilligengesetz und die damit einhergehende Öffnung des Gedenkdienstes für Frauen und nicht-zivildienstpflichtige Männer wird auch die pädagogische Ausrichtung des Vereins nachhaltig verändern.

 

Die Stärken der DidaktikWerkstatt sieht die Arbeitsgruppe heute vor allem darin, Personen aus unterschiedlichen VermittlerInnenkontexten zusammenzubringen und diesen den Raum zu geben, möglichst niederschwellig gemeinsam über jene Kontexte nachzudenken. Wir versuchen konkrete pädagogische Situationen zu reflektieren, Texte zu lesen und Methoden und Gruppendynamiken auszuprobieren und durchzuspielen. Zudem erreichen uns Anfragen von Schulklassen oder anderen (Jugend-) Gruppen, Workshops zu bestimmten Themen zu konzipieren und durchzuführen. In Planung ist außerdem ein Wien-Spaziergang, bei dem wir uns mit dem Austrofaschismus beschäftigen wollen. Als Konsens gilt uns dabei eine Didaktik, welche die eigene VermittlerInnenposition reflektiert, einen geschützten Raum für alle TeilnehmerInnen herstellt und besonderen Bedacht auf andere Narrative und Geschlechtersensibilität legt.

 

Lukas Dünser

Vorstandsmitglied des Vereins GEDENKDIENST, Guide bei studienfahrten.at.

Kontakt: dw(at)gedenkdienst.at